Honda Monkey-Umbau von Hartmut Merkle (V) (Archivversion) total normal

Die Maschinen der MOTORRAD-Leser

Wer hier doppelt sieht, ist nicht betrunken. Getreu dem Motto »Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Hubraum”, griff Honda Monkey-Besitzer Hartmut Merkle aus Aich tief in seine Werkzeugkiste, um aus dem einzylindrigen Viertakter einen funktionsfähigen Zweizylinder zu bauen. Aus einem neuen Zylinderkopf machte er beim ersten Fräsversuch Schrott. Eine verstärkte Ölpumpe sorgt für die nötige Schmierung der aus drei Einzelkurbelwellen gefertigen Welle, die per funkenerodierter Schiebepassung zusammengefügt wurde. Die beiden obenliegen Nockenwellen entstammen dem SS 50-Kleinkraftrad. Ein passender O-Ring zur Abdichtung der Zylinderköpfe fand sich im Zubehörhandel - die lange Abtriebswelle nach längerer Suche schließlich an einer holländischen Honda. Um den Ölkreislauf zu vergrößern, spendierte der Bastler seiner Super-Monkey einen umgestrickten Ölkühler, der als einziges Bauteil nicht japanischer Herkunft ist, sondern von einer BMW R 1100 GS stammt. Straßenzulassung? Merkle gibt sich optimistisch: »Keine Bange, auch das werde ich hinkriegen”. MOTORRAD drückt ihm die Daumen.

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