Honda NSR 500-GP-Rennmaschine (VT) (Archivversion) Kasten NSR 250

Um die Lawine Aprilia-Biaggi aufzuhalten, hat Honda die NSR 250 im vergangenen Winter gründlich überarbeitet. Von außen klar erkennbar sind Modifikationen am Chassis, hauptsächlich am neuerdings liegenden statt wie früher stehenden Federbein. Doch auch im Innenleben des Motors hat sich einiges getan. Der Unterschied im Ansprechverhalten des sanften Honda-Membranmotors im Vergleich zum aggressiven Aprilia-Drehschieberaggregat gehört zum Allgemeinwissen. Weniger bekannt war die Unfähigkeit der letztjährigen NSR 250, über die Nenndrehzahl hinauszudrehen. Jenseits von 12900/min schien der Motor gegen eine Mauer zu rennen, was bedeutete, daß man einen Gang nicht von einer Kurve zur nächsten »überdehnen« konnte und statt dessen ein zeitraubendes Schaltmanöver in Kauf nehmen mußte. Bei der 1996er Version der NSR 250 hat sich dies grundlegend geändert. Ohne von seiner überzeugenden Leistung ab 10000/min einzubüßen, drehte die neue NSR selbst mit fetter Vergaserbedüsung klaglos über 13100/min. Die Verbesserung ist klar spürbar, doch fehlt dem Motor in höchsten Drehzahlen weiterhin die schiere Gewalt des Aprilia-Triebwerks. Um das schlagkräftige Team aus Noale ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können, brauchen Waldmann und die anderen Honda-Stars noch einige zusätzliche PS.

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