Honda NX 650 Dominator (GK) (Archivversion)

Der Sitzkomfort der serienmäßigen Bank der Honda Dominator läßt sehr zu wünschen übrig. Ich habe deshalb die Sitzbank von der BMW F 650 montiert, die beim BMW-Händler für zirka 150 Mark erhältlich ist. Wenn man sie hinten etwas kürzt, paßt sie wunderbar. Mit längeren Haltern kann sie gut an den normalen Befestigungsbohrungen verschraubt werden, vorne muß zur Stabilisierung ein Lochstahl untergelegt werden. Die neue Sitzbank macht aus der Dominator eine Reisemaschine, mit der man auch Etappen von 700 Kilometern ohne Schmerzen übersteht.Christoph Henrichsen, StuttgartGebrauchtkauf einer Dominator im Oktober 1989 mit 16 000 Kilometern für 5800 Mark. Bis Anfang 1994 wurde sie überwiegend auf der Straße bewegt. Dann ein Afrika-Trip von Kenia nach Namibia. Die Verkleidung wurde allerdings abgebaut und ein normaler Enduro-Kotflügel montiert. Ein großer Kostenfaktor, weil sehr verschleißfreudig, ist der Sekundäntrieb: Während man sich bei den Kettenkits aber noch bei Regina und anderen Herstellern Ersatz zu weit geringeren Kosten besorgen kann, ist man beim Schwingenschutz immer auf Honda angewiesen. Das Teil besteht aus viel zu weichem Gummi, kostet immerhin 90 Mark und ist alle 20 000 Kilometer am Ende. Das Salz im Winter sorgt durch die mangelnde Abdichtung der Bremskolben für ständig klemmende Beläge. Nach 30 000 Kilometern zeigte die vordere Bremsscheibe einen Riß, bekanntlich war die erste Ausführung mit Langlöchern dafür besonders anfällig. Von Honda wird daher auch nur noch die neuere Ausführung mit Rundlöchern als Ersatzteil ( allerdings für ruinöse 700 Mark) angeboten. Das schwärzeste Kapitel: der Luftfilter. Das Hinterrad kann den Dreck direkt hineinschaufeln, da er nur ungenügend geschützt ist. Die Folge: Bei dem teilweise extrem feinen Pistensand in Afrika war der Filter bereits nach einer halben Stunde Fahrt wieder zugesetzt. Konsequenz: Leistungsverlust und ein bis auf zehn Liter steigender Verbrauch. Schließlich fing der Motor an zu klappern. In Deutschland kam der Exitus:Ventilsitz ausgebrochen, Kipphebel eingelaufen bei Tachostand 68 000. PS: Hat vielleicht ein Leser einen guten gebrauchten Motor?Michael Sperling, HechingenVor fünf Jahren habe ich mir eine Dominator (Baujahr 1988, 10 000 Kilometer,5700 Mark) gekauft und bin bis heute begeistert. Der Motor ist kraftvoll und das Fahrwerk stabil und trotzdem sehr wendig. Mittlerweile hat die NX knapp 80 000 Kilometer runter und mich auf Reisen noch nie im Stich gelassen. Bisher fielen eher kleine Sachen an: Lenkkopflager, Kettengleitschuh, zwei Tachowellen, zweimal der Chokezug. Bei 75 0000 Kilometern waren beide Bremsscheiben am Ende, und Anlasser sowie Batterie haben den Geist aufgegeben. Für die Reisen habe ich ihr einen 22-Liter-Acerbis-Tank, einen Hauptständer, Kofferträger (Five Stars) und eine etwas abgestufte Sitzbank - kann man bei der Firma Götz machen lassen - verpaßt. Christian Adam, Berlin Das 1992er Modell erwarb ich 1994 mit 8000 Kilometern für 7700 Mark. Die Maschine war auf 27 PS gedrosselt, was mir als Führerscheinneuling recht war. Umrüsten auf 34 PS hätte sich kostenmäßig nicht gelohnt, da neben Hauptdüse und Ansaugstutzen auch das Kettenblatt gewechselt werden müßte. Bei naßkaltem Wetter läßt das Startverhalten etwas zu wünschen übrig. Nach zwei Jahren wurde die Dominator auf 44 PS entdrosselt und die Sitzbank für 100 Mark aufgepolstert. Die Dominator ist jetzt schwarz lackiert, alle Aufkleber sind entfernt und die Krümmer mit Aluminium-Spray versehen, der Alu-Schutz poliert.Dominik Giese, Gettdorf

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