Honda SLR 650 (VT: Einsteiger) (Archivversion)

Wenn alte Hasen Neu- oder Wiedereinsteigern aufs passende Gefährt helfen möchten, können sie eigentlich nur alles falsch machen. Weil sie schon zu lange fahren: Wer weiß denn wirklich noch, welche Schrecken allein Schieben verursachen kann? Welchen Respekt hohes Gewicht verursacht? Das mag beim eigenen Motorrad längst keine Rolle mehr spielen, weil das Ding rennt wie Schmidts Katze oder locker bis zum Ende der Welt tourt. Aber um Traummaschinen geht es doch hier nicht. Die (Fast-)Neulinge brauchen ein Gerät, mit dem sie anständig durch die ersten Jahre kommen, das möglichst viele Freiheiten läßt und möglichst wenig Aufmerksamkeit verlangt. Und zwar nicht in 160-km/h-Kurven auf dem Nürburgring, sondern im normalen Leben. Angenehme Sitzhöhe, leicht kalkulierbare Leistungsentfaltung, gutmütige Bremsen oder leichte Wartung rangieren eindeutig vor Spitzenleistung und -technologie. Echte Hilfe gibt nur, wer die Frischlinge bei möglichst vielen Probefahrten begleitet und ihnen dabei aufmerksam zuschaut. Gemeinsam fällt die Wahl schon leichter: Was, die Spiegel sind blöd - da kaufen wir Zubehörteile. Die lenkt so komisch - das liegt am Reifen. Der Einzylinder ruckelt - fahr halt einen Gang tiefer. Ist so umkomfortabel - komm, wir stellen die Dämpfung besser ein.

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