Honda VT 500 E (Archivversion)

Honda VT 500 E

Man nehme ein robustes Triebwerk mit einer harmonischen Leistungsentfaltung, setze es in ein ebenso stabiles wie wendiges Fahrwerk, kombiniere das Ganze mit einem fast reaktionsfreien Kardan – fertig ist der legi-
time Nachfolger der pummeligen CX 500. So ähnlich dachten vermutlich die Verantwortlichen bei Honda, als sie die VT 500 E Anfang 1983 auf den Markt brachten. Diese konnte jedoch trotz der unbestrittenen Qualitäten nie an den Erfolg der Güllepumpe anknüpfen. Möglicherweise war das schmal bauende Leichtgewicht vielen einfach zu unscheinbar. Oder zu sportlich. Oder zu vernünftig, denn Ansatzpunkte für Kritik gab
es nur wenige. So etwa die unsinnige, wartungsaufwendige Kapselung der vorderen Scheibenbremse, das leichte Lenkerflattern oder der im Vergleich zur CX spartanischer
ausfallende Soziusplatz.
Rückblickend betrachtet ist die VT 500 E
wahrscheinlich eines der am meisten unterschätzten Motorräder ihrer Klasse. Heute
kosten selbst gute Exemplare (um 25000 Kilometer) kaum mehr als 1600 Euro. Wichtig: unbedingt die passende Leistungsvariante
(27 oder 50 PS) wählen, da die Entdrosselung extrem teuer ist.

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