Honda VTR 1000 SP-2 (VT) (Archivversion) Der pure Luxus?

Ducati 998 und 998 S: Zu unterscheiden nur am Schriftzug, den rotlackierten Spiegeln bei der S-Variante und der Verkleidungswanne aus Karbon. Und – für Kenner – an der Bremsanlage, denn die S verzögert mit vier Einzelbelägen pro Bremszange, die Bremsscheiben sind dünner. Die wirklich wichtigen Unterschiede ruhen unter der Verkleidung: Während in der Sport-998 der Motor der letztjährigen 996 R zum Einsatz kommt, tut in der preisgünstigeren Schwester eine zivile Variante Dienst. In Zahlen: 124 zu 137 PS (MOTORRAD-Messungen). Dass diese Leistungssteigerung nicht auf dem kleinen Dienstweg zu erreichen ist, ist klar. Schärfere Steuerzeiten dank anderer Nockenwellen, weniger Schwungmasse, Pleuel aus Titan, geändertes Zündkennfeld, größerer Krümmerquerschnitt (50 statt 45 Millimeter), Motorgehäuse aus Sandguss – es kommt einiges zusammen. Beim Fahrwerk hingegen blieb alles beim Alten.Erfahren lassen sich diese Unterschiede sehr wohl. Die 998 S bremst um Längen besser als die kleine Schwester, und der Motor ist eine Klasse für sich. Geht – obgleich schon die normale 998 eine deutliche Verbesserung zur 996 darstellt – in allen Drehzahlbereichen bissiger zu Werke und ist in Sachen Laufkultur kaum zu toppen. Ein Erlebnis für sich! Ob diese Eigenschaften und das etwas geringere Gewicht (in der Biposto-Version, also mit Stahlrahmenheck vier Kilogramm) den Mehrpreis von 4100 Euro wert sind, mag jeder selbst entscheiden. Zur Orientierung: In Calafat erreichte die 998 auf denselben Reifen eine Rundenzeit von 1.34.17 min.

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