Honda VTR 1000 SP-2 (VT) (Archivversion) Weiter voll im Trend

Fast ein Jahrzehnt lang dominierten die V2 die Superbike-WM. Brillante Fahrbarkeit wegen des breiten nutzbaren Drehzahlbands, der linearen Leistungsentfaltung, des günstiges Leistungsgewichts. Und nun MotoGP – und kein Platz für die Zweizylinder. Alle Hersteller haben sich für Drei-, Vier- oder Fünfzylindermotoren entschieden. Sogar Ducati. Weil zwei Zylinder einfach nicht ausreichen, um Leistungen jenseits der 200 PS zu generieren. Klar ist aber auch: Diese Raketen können nur wenige Ausnahmekönner richtig bewegen. Otto-Normal-Rennfahrer ist überfordert. Gleiches wird für die zivilen Ableger gelten. 170 PS oder mehr PS in Serie sind dann gut vorstell-, aber nur schwer bewegbar. Trotzdem werden sie den heutigen R1-, GSX-R 1000- und Fireblade-Piloten das letzte Quäntchen Mut und Kohle herausholen – aber nicht schneller fahren.Genau darum bin ich mir sicher: Die sportlichen V2 liegen weiter voll im Trend! Weil das, was lange für die Superbike-WM galt, auf der Straße oder beim Renntraining nach wie vor Gültigkeit hat. Honda reagiert auf diesen Markt mit der stark verbesserten SP-2, Ducati hat den V2 in der 998 S zu nie gekannter Stärke und Reife gebracht. Und auch Aprilia liegt mit dem Konzept richtig, müsste dem Motor angesichts der Stärke der Konkurrenz jedoch etwas Feinarbeit widmen. Ob es nun die Ducati 998 S sein soll, die den Geist der Rennstrecke eins zu eins auf die Straße transportiert, oder die Aprilia RSV mille, ein echtes Allroundtalent und das Preis-Leistungs-Genie in der Klasse, oder die bärenstarke und doch kompromissbereite Honda VTR 1000 SP-2, die ihrer Vorgängerin in allen Belangen überlegen, bleibt Geschmackssache. Dass man mit jeder der drei eine gute Wahl trifft, steht fest.

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