Honda XL 600-Umbau von Smiley Papke (V) (Archivversion) Total normal?

Sie schaut aus wie ein Fluchtfahrzeug. Das mag an der Nähe von xxxxxxxxx zur ehemaligen deutsch-deutschen Grenze liegen. Sie heißt Moto sechskommafünf, und das verrät Berliner Lust an Verballhornungen. Tatsächlich wurde Besitzer und Erbauer Smiley xxxxxx an der Spree geboren, doch seinen Vater zog es schon vor Jahrzehnten ins Wendländische. Der Ruhe wegen Sein Filius torpediert dieses Motiv, indem er sich Einzylindern verschreibt. Und seit 1990 verschärft der mittlerweile 37jährige seine Attacken, peppt eine einstmals biedere Honda XL 600 zur ländlich-deftigen Variante von Super Moto auf. Wie viele große Vorhaben begann auch dieses rein zufällig: Smiley«s Bock verlor einen Seitendeckel, wegen exorbitanter Forderungen seines Honda-Händlers griff der gelernte Schmied zur Selbsthilfe.Das Ergebnis zeitigte dumpfe Schmähungen seitens der Kumpel - also konnte die Idee nur gut sein. Sitzbank, Gepäckträger: kleine Übungen. Auspuff aus Edelstahl und 22 Liter-Tank aus Alu: echte Gesellenstücke. Der Gabelstabilisator dito. Auch motorisch legte das ländliche Unikat zu, vernachlässigte gültige Design-Regeln jedoch geflissentlich. Wohl 75000 Kilometer hätte 6,5 mittlerweile auf der Uhr, wenn diese nicht durch einen Fahrradtacho ersetzt worden wäre. Drei Motor-Überholung hat der gedopte Single hinter sich. »Aber«, so Smiley, »alle zwei Jahre, wenn«s zur TT geht, wird sie wieder fertig.“

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