Husaberg FE 600 (Archivversion)

Leistungssport und sonst gar nichts, das war schon von Beginn an das Credo bei Husaberg. So gibt sich auch die diesjährige Version entsprechend kompromißlos, ist nur notdürfig für den Straßenbetrieb ausgerüstet. Auf den ersten Blick hat sich gegenüber dem Vorjahres-Modell nicht allzu viel getan, die Neuigkeiten stecken eher im Detail. Vor allem das Innenleben des Einzylinders wurde kräftig renoviert, um die Standfestigkeit zu verbessern. Hervorzuheben wäre da in erster Linie die Ölpumpe, die Kurbelwelle und Zylinderkopf nun zuverlässiger mit Schmierstoff versorgt, als das bei der bisherigen Schleuderöl-Schmierung der Fall war. Über einen Hauptstrom-Filter wird das Öl zu drei Schmierstellen gepumpt: zum Hubzapfen, der weiterhin von außen angespritzt wird, außerdem zum Kolbenboden und ans Getriebe. Beim Ankicken wird nun gleich doppelt dekomprimiert: einmal durch einen Fliehkraftmechanismus auf der Nockenwelle, zum anderen per Bowdenzug vom Kickstarter aus. Auf Wunsch gibt es ab Werk den kleineren Tank des Cross-Modells, der aber wegen anderer Aufhängungspunkte nicht nachträglich mit dem Enduro-Tank getauscht werden kann. Die Federelemente wurden turnusgemäß aktualisiert: Vorn setzen die Schweden nun statt der bisher verbauten Upside-down-Gabel auf die 50 Millimeter dicke, konventionelle WP-Gabel.

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