Neustart für Husqvarna-Offroader Husaberg ist tot, es lebe Husqvarna

Ende Januar 2013 übernahm KTM-Chef mit seiner Pierer Industrie AG den Offroadmaschinen-Hersteller Husqvarna von BMW. 25 Jahre nach der Gründung wird die ebenfalls im Besitz von KTM befindliche Marke Husaberg zum Jahresende durch Husqvarna ersetzt.

Foto: Hersteller

Es ging alles blitzschnell. Ende Januar 2013 übernahm KTM-Chef Stefan Pierer mit seiner Pierer Industrie AG den Offroadmaschinen-Hersteller Husqvarna vom bisherigen Besitzer BMW. Wenig später wurde die unter der Ägide der Bayern glücklose Traditionsmarke als Tochterunternehmen dem KTM-Konzern einverleibt. Eine Entwicklung, die weitreichende Folgen haben sollte: 25 Jahre nach der Gründung wird die ebenfalls im Besitz von KTM befindliche Marke Husaberg zum Jahresende durch Husqvarna ersetzt.

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„Wir bringen zusammen, was zusammen gehört“ formuliert die um schnittige Slogans nie verlegene PR-Abteilung der Österreicher den Etikettenwechsel. Schließlich war Husaberg nach dem Verkauf von Husqvarna an den italienischen Zweirad-Magnaten Claudio Castiglioni im Jahr 1988 von ehemaligen Husqvarna-Mitarbeitern um den Ingenieur und Enduro-Europameister Thomas Gustavsson gegründet worden.

Auch wenn das Bekenntnis zu den skandinavischen Wurzeln beider Marken durch die Präsentation der 2014er-Husqvarna-Modelle im schwedischen Udevalla bei Göteborg bewusst dokumentiert werden soll, geht Husqvarna in Sachen Technik den von Husaberg bereits in diesem Jahr eingeschlagenen Weg weiter. Die konzeptionelle Basis bildet sowohl bei den Motocross- als auch den Enduro-Huskies die Modellpalette von KTM.

Während geänderte Kunststoffteile in weiß-blau-gelbem Design, höherwertige Vorderradgabeln und ein Rahmenheck aus Kunststoff die Husqvarna-Riege von den KTM-Offroadern eher marginal unterscheiden, kommt bei den Enduro-Modellen Brisanz ins Spiel. Denn erstmals werden die Enduros statt dem direkt an der Schwinge angelenkten Federbein (PDS-System) die bei den Motocross-Modellen von KTM längst eingesetzte - und bewährte – Umlenkhebelei übernehmen. Die Chance, dass das immer noch umstrittene Ansprechverhalten des PDS-Konzepts auf kleine Unebenheiten in den Husqvarna-Enduros nun verbessert ist, stehen gut.

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Ob sich diese positive Einschätzung auch bewahrheitet und wie die Marke sich künftig entwickeln soll, steht im Fahrbericht und im Interview mit Husqvarna-Chef Oliver Göhring – beides in MOTORRAD 23/2013, ab 25.10. am Kiosk und im App-Store.

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