Husqvarna (Archivversion) TE 450

52 PS*, 119 kg*, 8399 Euro

Massiv überarbeiteten die Husqvarna-Techniker für die Saison 2008 ihre Viertakt-Enduro-Modellpalette. Ein neuer Rahmen, eine neue Schwinge samt Umlenkung, eine erschlankte Peripherie und eine Benzineinspritzung päppeln die neuen Enduros auf.
Technisch mag sich zwar an der TE 450 viel verändert haben, geblieben ist aber ihr grundsätzlicher Charakter. In den enduristischen Kernthemen wie Traktion, Fahrbar­-keit oder Federungsabstimmung macht der TE kaum eine etwas vor. In den unteren Drehzahlen schiebt der Motor wie ein Traktor voran und brilliert dennoch mit der höchsten Spitzenleistung aller Testbikes.
Das Fahrwerk – mit Marzocchi-Gabel und Sachs-Federbein – schluckt selbst die kleinsten Kanten, ohne bei forcierter Gangart in die Knie zu gehen. Die neue Rahmengeometrie trägt in engen Kehren zu deutlich präziserem Lenkverhalten bei. Insofern lässt sich die TE 450 enorm effektiv und konditionsschonend um jede Piste prügeln. Auch weil die schlankere Tank-Sitzbank-Kombination das Handling der Husqvarna zusätzlich erleichtert.
So begeisternd die Basis, so ernüchternd wirken allerdings die unschönen Randerscheinungen. Ab Drehzahlmitte leistet sich der dohc-Motor horrende Vibrationen, welche die grundsätzliche Drehfreude des Aggregats in der Praxis letztlich kaum nutzbar macht. Zudem leckte die Marzocchi-Gabel bereits nach wenigen Fahrstunden, und der nicht abgedeckte Auspuff versengte die Innenseite des linken Stiefels.

Fazit: Kein Zweifel, bei Husqvarna weiß man, worauf es bei Sport­enduros ankommt. Allerdings: Bei Verarbeitung und Laufkultur muss dringend nachgebessert werden

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