Husqvarna-Modelle 2007 (Archivversion) ruhig Blut

Die wichtigsten Änderungen bei Husqvarna gehen für die Saison 2007 abseits der Produktpalette über die Bühne. Nach dem
Ausstieg des mit einer Einlage von 70 Millionen Euro größten Anteils-
eigners, des malaysischen Automobilherstellers Proton, hält nun ein Konsortium italienischer Firmen unter dem Namen Gevi mit einer
Einlage von 15 Millionen Euro die Finanzströme im Husqvarna-Mutterkonzern MV Agusta s.p.a. am Laufen.
Insofern nicht verwunderlich, dass sich zwischen den traditionellen finanziellen Turbulenzen und der angestrebten langfristigen Modernisierung der Technik (siehe 250-cm3-Motor unten) die aktuellen Modifikationen im überschaubaren Rahmen halten. Nur marginal wurde die Zweitakt-Linie geändert: Erleichterte Kurbelwelle, kürzerer zweiter Gang und neu abgestimmter Auspuff an der CR 125  sind bereits alle Updates für das Jahr 2007.
Im Viertakt-Segment erhielt der Crosser TC 250 ein verstärktes Getriebe, einen haltbareren Kupplungskorb und eine stabilere Kickstarterwelle. Bei sämtlichen Viertakt-Modellen soll eine verbesserte automatische Dekompressions-Einrichtung das Starten erleichtern, und der Ausgleichsbehälter der Hinterradbremse wurde in den Bremszylinder integriert.
Den Enduro-Versionen schadet die zurückhaltende Weiterentwicklung bislang dennoch nicht. Wie eh und je überzeugen die Viertakter durch einen sehr gut kontrollierbaren Leistungseinsatz, der gerade auf schlüpfrigem Terrain für erstaun-
liche Traktion sorgt. Wobei die 450er- und 510er-Motoren
im oberen Drehzahlbereich die Begeisterung mit spürbaren
Vibrationen dämpfen. Gut gelungen ist auch die Fahrwerks-
abstimmung. Die Stärke der Marzocchi-Gabel und des Sachs-Federbeins ist ganz klar das im Endurosport äußerst wichtige sensible Ansprechen. Sie bieten aber selbst auf Motocross-Pisten immer noch akzeptable Durchschlagssicherheit. Längst Standard an allen Enduro-Modellen: der E-Starter, der im Falle eines Falles Kraft spart und Nerven schont. pm

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