Das neue ifz-Qualitätssiegel für Fahrschulen Auszeichnung für Motorrad-Fahrschulen

Fahrschulen mit einer hervorragenden Ausbildung in den Zweiradklassen kann man ab sofort auf einen Blick erkennen – am neuen Qualitätssiegel "Zweirad-Fahrschule" des Instituts für Zweiradsicherheit (ifz). Das Siegel weist auf die Einhaltung von Qualitätsstandards über die gesetzlichen Anforderungen hinaus sowie überdurchschnittliche Kompetenz in der Zweiradausbildung hin und dient als Orientierungshilfe bei der Suche nach der richtigen Fahrschule.

Foto: ifz

Am Mittwoch, den 11. September 2013 wurde während der offiziellen Vorstellung des neuen ifz-Qualitätssiegels Zweirad-Fahrschule das deutschlandweit erste Siegel an die Oberhausener Fahrschule Krüssmann vergeben.

Nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Fahrlehrern, Verkehrssicherheitsexperten und Fahrschülern soll das vom ifz entwickelte Qualitätssiegel künftig dazu beitragen, das Ausbildungsniveau für angehende Zweiradpiloten anzuheben, um damit langfristig eine Erhöhung der Verkehrssicherheit von motorisierten Zweiradfahrern zu bewirken.

Als erste Instanz bildet die Fahrschulausbildung das Fundament für den Einstieg in den Straßenverkehr eines jeden Roller- und Motorradfahrers. Wie stabil dieses Fundament ausfällt, liegt zu großen Teilen in den Händen der ausbildenden Fahrschule. Die großangelegte Studie des ifz zum Thema „Fahrschulausbildung in der Klasse A“, bei der über 1.200 Führerscheinabsolventen befragt wurden, hat es ans Licht gebracht: Es gibt eine große Bandbreite im Qualitätsniveau der einzelnen Fahrschulen hinsichtlich ihrer Ausbildung in den Zweiradklassen.

Genau hier sollen die Vorteile des ifz-Qualitätssiegels zum Tragen kommen: Wer das Motorradfahren selber „lebt“, weiß am besten, worüber er spricht. Deshalb ist eine der zentralen Voraussetzungen für die Vergabe des Siegels, dass alle Fahrlehrer gute und engagierte Motorradfahrer sind und dies sowohl in theoretischer als auch praktischer Hinsicht. Auch die Begleitung der Fahrschüler mit dem Motorrad ist für siegelführende Fahrschulen in großen Teilen der Ausbildung Pflicht. Die daraus resultierende Vorbildfunktion der Fahrlehrer demonstriert Kompetenz, schafft Vertrauen, nimmt gegebenenfalls Ängste und sorgt für ein deutlich erkennbares Engagement. Um das eigene Wissen und Können weiterhin zu untermauern und auf aktuellstem Niveau zu halten, verpflichten sich die Fahrschulen zur regelmäßigen zweiradspezifischen Fortbildung ihrer Fahrlehrer.

„Fahrschulen mit dem ifz-Qualitätssiegel können sich ab heute ganz vorne aufstellen“, beschreibt ifz-Institutsleiter Dr.-Ing. Achim Kuschefski die Vorzüge des Siegels. Dass dieses Aushängeschild für die Ausbildungsqualität sowohl von Fahrschülern als auch von den Fahrschulen gut angenommen wird, davon sind die Mitarbeiter des ifz überzeugt. Denn die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand: „Fahrschulen bringen durch das ifz-Qualitätssiegel ihre Kompetenz sichtbar zum Ausdruck, wodurch angehende Fahrschüler erkennen, dass in dieser Fahrschule das Thema Zweiradausbildung groß geschrieben wird und sie hier für ihre beginnende „Zweirad-Karriere“ an der richtigen Adresse sind“, so Kuschefski.

Foto: ifz

Das ifz-Siegel "Zweirad-Fahrschule"

Wie die Oberhausener Fahrschule Krüssmann – quasi als Trendsetter – es schon mit Bravour gemeistert hat, müssen Fahrschulen zunächst ihre Eignung für das ifz-Qualitätssiegel unter Beweis stellen. Hierbei wird geprüft, ob die pädagogische Eignung, die fachliche Qualifikation, die Ausbildung in Theorie und Praxis und die Ausstattung den Ansprüchen des ifz-Qualitätssiegels gerecht werden. Das bedeutet: Jede Fahrschule wird durch einen qualifizierten Fachmann vor Ort anhand objektiver Kriterien begutachtet. Zudem werden sowohl die theoretischen als auch die praktischen Kompetenzen der Fahrlehrer von Verkehrspädagogen bewertet.

Obendrein können nach der Vergabe des Siegels auch die Fahrschüler ihren Teil beitragen: Um den Qualitätsstandard der Fahrschule aufrecht zu halten, haben diese selbst die Möglichkeit mit Hilfe eines objektiven Fragenkatalogs das Ausbildungsniveau ihrer Fahrschule zu „beurteilen“. Vergeben wird das ifz-Qualitätssiegel mit drei, vier oder maximal fünf Sternen, wobei der vierte oder fünfte Stern „nur“ das i-Tüpfelchen darstellt. Fahrschulen, die mit drei Sternen ausgezeichnet sind, erfüllen alle notwendigen Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung.

„Wir freuen uns, mit der Fahrschule Krüssmann einen Vorreiter gefunden zu haben, der das ifz-Qualitätssiegel mehr als würdig vertreten kann“, fasst Achim Kuschefski den heutigen Tag zusammen. „Da die Fahrschule Krüssmann gleichzeitig auch für die fachliche Aus-und Weiterbildung von Fahrlehrern zuständig ist, sind angehende Fahrschüler der Zweiradklassen hier bestens aufgehoben – davon konnten wir uns überzeugen“, so Kuschefski weiter. Dank des ifz-Qualitätssiegels ist die „Zweirad-Qualifikation“ des Oberhausener Ausbildungsbetriebs ab heute bei der Fahrschulsuche auf den ersten Blick zu erkennen.

Wer mehr über das Siegel erfahren möchte – egal, ob Fahrschüler oder Fahrschule – schaut einfach unter www.zweiradfahrschule.de nach. Unter anderem finden Sie hier einen praktischen Fahrschul-Finder für die deutschlandweite Suche nach der nächstgelegenen Fahrschule, die das ifz-Qualitätssiegel führt. Darüber hinaus liefert die Webseite ausführliche Informationen rund um das neue Siegel, von der Idee bis zum Prüfungsablauf. Hier bleiben Fragen weder für Fahrschüler noch für Fahrschulen ungeklärt. Und falls doch, stehen Ihnen die Mitarbeiter des ifz unter 02 01 / 83 53 9-0 gerne auch persönlich zur Verfügung.

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