Ihre Geschichte (Archivversion) Gesucht: die ältesten Motorradfahrer und MOTORRAD-Leser

Bruno Heimerl, 85 Jahre

Meine Motorradfahrer-Karriere begann 1949 auf NSU Quickly. Es folgten Lambretta, Adler, Laverda. 1989 kam die BMW K 75. Mit ihr und Kumpels reiste ich nach Italien, Spanien und 1999 noch ans Nordkap. Das ist jetzt zwar passé, aber 150-Kilometer-Tagestouren lasse ich mir auch heute nicht nehmen. Ich fühle mich wohl auf dem Motorrad und genieße es immer noch.

Hans Hermann Ulrich, 74 J.

Das älteste Heft in meiner Sammlung ist das von Juni 1950. “Das Motorrad“ kostete damals eine Mark, als Schüler konnte ich nur die interessantesten Ausgaben kaufen. Ab 1952 werden meine Sammlungen vollständiger und füllen bis heute Schränke und Kästen. Nach dem Abi 1954 wurde dann der Traum wahr: eine 50er Rixe. Seitdem bin ich Sommer wie Winter bis heute stets Motorrad gefahren. 58 Jahre als Leser und 54 Jahre auf dem Motorrad sind eine lange Zeit. Umsicht und Glück haben schwere Unfälle verhindert und den Spaß am Fahren erhalten. Und ein Ende sehe ich nicht.

Jens Peter Brehm, 77 Jahre

Seit der ersten Nachkriegsausgabe von “Das Motorrad“ bin ich Abonnent. Ob 1960 bis 1965 in Ägypten oder nach meiner Auswanderung 1968 in Südafrika: Wo immer wir in der Welt waren, die Hefte wurden zuverlässig nachgeschickt. Im April 2003 fuhren ein Freund und ich mit seinem Yamaha-XS-850-Gespann von Südafrika über Botswana zu den Victoria-Fällen nach Sambia. Auf den 3500 Kilometern wechselten wir uns alle 200 Kilometer mit dem Fahren ab. Leider habe ich heute keine Maschine mehr, bin aber immer noch Mitglied im Vintage Motorcycle Club in Johannesburg.

Klaus Wittland, 71 Jahre

Eine Buschkamp-Ilo mit 118 cm³ war 1952 mein erstes Motorrad. 1956 konnte ich mir dann eine gebrauchte Maico M 175 leisten. Ich fahre sie heute noch! Kilometerstand über 51000. Die einzige ernsthafte Störung war 1958 ein Loch im Kolben, das kam gelegentlich vor. Außer Kette und Reifen wurde nichts gemacht. Inspektion oder Wartung völlig überflüssig, Vergaser reinigen reicht alle zehn Jahre, Getriebeölwechsel sogar alle 15 Jahre.

Heinz Gerd Czech, 75 Jahre

Nach dem Krieg beobachtete ich sonntags in Königswinter stundenlang den Ausflugsverkehr, der damals mit den absurdesten Motorrädern stattfand. Überall wurde gebastelt, geschraubt und repariert. Da hat mich der Motorrad-Bazillus erfasst. Als Lehrling baute ich mir ein Motorrad mit einem 160-cm³-Pumpenmotor. 1951 stand quer im TÜV-Bericht: “In Ordnung“. Auch jetzt, mit 75 Jahren, fahre ich fast jeden Tag Motorrad – in diesem Jahr bereits über 15000 Kilometer.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel