8 Bilder

Insolvenzfall Hein Gericke Untergang und Rettung?

Zum dritten Mal steht die Hein Gericke-Kette vor dem finanziellen Aus, die Handelspartner erheben schwerste Vorwürfe gegen das Management. Silberstreif am Horizont: Chinesische Investoren wollen den Zubehörspezialisten retten und sich so Zugang zum deutschen Markt sichern.

Als im Dezember 2013 die Nachricht kam, dass die Hein Gericke Deutschland GmbH erneut Insolvenz habe anmelden müssen, war in der Motorradbranche eine gewisse Betroffenheit zu spüren: Ausgerechnet kurz vor Weihnachten – wie mag da den Mitarbeitern zumute sein? Überrascht war von der Pleite allerdings kaum jemand. Der ehemalige Marktführer im Motorradzubehör befand sich nicht erst seit Sommer 2012 in heftigen finanziellen Turbulenzen, als Gericke in ein „vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung“ musste.

Wer verstehen will, was da passiert ist, kommt nicht drumherum, sich zuerst mit der Struktur der Handelskette und drögen wirtschaftlichen Hintergründen zu befassen. So besteht Hein Gericke im Grunde aus acht Firmen, der Hein Gericke Group als Holding und den Tochtergesellschaften, darunter die Hein Gericke Deutschland GmbH, beide mit Sitz in Düsseldorf. Die Hein Gericke Deutschland GmbH fungiert als hundertprozentige Tochter der Group und ist der zentrale Wareneinkäufer für alle weiteren Töchter. Im Herbst betrieb die Gruppe nach eigenen Angaben 78 Geschäfte, 49 davon in Deutschland, 15 in Großbritannien, sieben in den Beneluxländern, sechs in Österreich und eines in Italien. Rund die Hälfte der Gericke-Läden in Deutschland wurde bis dahin von selbstständigen Handelsvertretern, sogenannten Shop-Partnern, geführt, die auf vertraglich geregelter Provisionsbasis arbeiten (Franchise-System). Die andere Hälfte führen Filialleiter im Angestelltenverhältnis.

Anzeige

Bank forderte geliehenes Geld sofort zurück

Finanziell ins Taumeln geriet Hein Gericke im Sommer 2012, als die US-Bank Gordon Brothers mit Hauptsitz in Boston eine Kreditlinie vorzeitig gekündigt und fällig gestellt hatte – sprich, das gepumpte Geld sofort zurückforderte. Zwei Jahre zuvor, im Mai 2010, hatte Gordon Brothers in einer Pressemitteilung noch von einer „engen Zusammenarbeit“ und einer „soliden Zukunft“ für Hein Gericke gesprochen, dann aber offenbar erkennen müssen, dass Gericke vertraglich vereinbarte Ziele nicht erreichte.

Die „solide Zukunft“ bestand aus bis zu 3,4 Millionen Euro zu einem „extremen Zinssatz“ von „bis zu 20 Prozent per annum (!)“, stellte Insolvenzverwalter Georg Kreplin im Nachhinein fest. Die plötzliche Fälligkeit der Summe hatte zur Insolvenz der offenbar für den Kredit bürgenden britischen Hein Gericke-Tochter Hein Gericke UK und anschließend zum Schutzschirmverfahren (Insolvenz in Eigenverantwortung) der Düsseldorfer GmbH geführt.

Anzeige

"Wir hatten einfach keine Ware"

Im Anschluss hätte es 2013 aber wieder aufwärtsgehen sollen. Die Gläubiger billigten den Sanierungsplan und damit einen Schuldenschnitt für die Düsseldorfer. Ein Investor aus der Schweiz stieg ein, unter dem Slogan „New Hein Gericke“ wollte sich die Firma unter alter Leitung neu erfinden. Was dann jedoch geschah, hat etliche Mitarbeiter, besonders die als Shop-Partner selbstständigen Handelsvertreter von Gericke, verbittert: „2012 war schon schlimm, da wir einfach keine Ware hatten. Und wer nichts zu verkaufen hat, der verdient auch nichts. Aber 2013 war erst recht katastrophal“, schildert ein langjähriger ehemaliger Mitarbeiter. Aus Rücksicht auf Verwandte, die noch Verträge mit Hein Gericke Deutschland haben, will er namentlich nicht genannt werden.

Horst Simon aus Nürnberg muss dagegen kein Blatt vor den Mund nehmen. Der Einzelhandelskaufmann hatte 2003 den Nürnberger Hein Gericke-Shop übernommen. „Das war nach der ersten Insolvenz, als US-Investor Fairchild in Düsseldorf das Sagen hatte. Die hatten gute Ideen“, erzählt Simon. „Sie wollten Gericke zu einer Lifestyle-Marke machen. Aber sie hatten auch schlechte Ideen, etwa, dass man keinen Katalog bräuchte. Das hat ohne Katalog gar nicht funktioniert, weil der deutsche Motorradfahrer einfach etwas zum Blättern will. Dennoch lief es für uns die ersten Jahre gut“, berichtet der Nürnberger, der sich Ende 2010 wieder von Hein Gericke getrennt hat und seitdem als Unternehmensberater arbeitet. „Wir haben viel Energie investiert, ich hatte 60-Stunden-Wochen, nur am Sonntag war frei, und auch meine Frau und unsere Tochter standen mit im Laden. Wenn wir Events hatten, waren wir zu acht oder sogar zu zehnt. Das hat sich gelohnt, wir haben den Umsatz um rund ein Viertel gesteigert, waren 2006 für Gericke sogar Shop des Jahres.“

Konsequent und komplett am Markt vorbeigearbeitet

Doch dann begannen die Probleme und ein schleichender Abstieg. Nicht nur für Horst Simon und den Nürnberger Shop. Auch andere Handelspartner, die sich nach der Insolvenz im Dezember 2013 an MOTORRAD gewendet haben, berichten fast wortgleich von denselben Problemen, Fehlern und Versäumnissen seitens des Düsseldorfer Managements. Die beiden Kernaussagen dabei, wie sie auch Horst Simon und seine Frau Heike zusammenfassen: „Hein Gericke hat in den letzten Jahren konsequent und komplett am Markt vorbeigearbeitet.“ Soll heißen, Gericke hat nicht das angeboten, was die Kundschaft wollte. Und, schwerwiegender: „Uns hat die Ware gefehlt.“

Dafür, dass diese Anschuldigungen möglicherweise nicht ganz haltlos sind, sprechen auch Reaktionen von Hein Gericke-Kunden, zum Teil immer noch nachlesbar auf der Facebook-Seite von Hein Gericke Deutschland. Da kommentiert am 21. November 2013 ein „Klaus Haudegen Brause“ die am gleichen Tag veröffentlichte Werbung für Hein Gericke-Einkaufsgutscheine mit der Frage: „Und wofür soll man die ausgeben, wenn ihr nüscht in euren Läden habt?“

Ein weiterer Ladenbetreiber aus Süddeutschland, der aus persönlichen Gründen nicht genannt werden will, schildert seinen Weg in die Schulden so: „Ich hatte von meiner Familie her einen soliden finanziellen Background. Sonst hätte ich den Shop unmöglich länger als ein Jahr betreiben können. Der Hauptumsatz muss im Frühjahr gemacht werden. Da musst du Rücklagen bilden für Herbst und Winter, wo du dann noch Geld mitbringen musst, um durchzukommen. Aber wie oft habe ich im Frühjahr 2012 zu Kunden sagen müssen: ‚Tut mir leid, ich kann dir nix verkaufen.‘ Das ging so weit, dass uns sogar das Zweitaktöl ausgegangen ist. Die Läden haben sich untereinander einzelne Ölflaschen gegenseitig zugeschickt – wenn denn ein Kunde bereit war, einen Tag darauf zu warten. Aber die meisten Kunden gingen, anstatt zu warten, einfach 300 Meter weiter, zu Polo oder Louis, weil die alles da hatten. Dafür hatte ich sogar Verständnis.“

"Jetzt stehen finanziell alle mit dem Rücken zur Wand"

Horst Simon hat ein weiteres Beispiel: „Wenn Ware da war, hatten wir nicht die richtigen Größen. Zum Beispiel von der Gericke-Master-V-Kombi, einem der besten Gericke-Produkte überhaupt und Premiumqualität à la Rukka, gab es für die Hose weder Kurz- noch Langgrößen. Als Grund hörten wir aus Düsseldorf: zu teuer in der Bevorratung. Doch der deutsche Durchschnittsmotorradfahrer ist ja nicht unbedingt 1,85 groß bei 80 Kilo. Sprich, den meisten haben die angebotenen Größen einfach nicht gepasst.“ Ware aus einer anderen Quelle als von der Hein Gericke-Zentrale in Düsseldorf zu beziehen, ist den Shop-Partnern vertraglich untersagt, das berichten alle von MOTORRAD kontaktierten Ladenbetreiber. „Dann kam erschwerend dazu, dass wir von dem wenigen, was wir hatten, auf Weisung aus Düsseldorf noch täglich Ware in die Top-Stores nach Frankfurt, Flensburg oder Singen schicken mussten. Das mag gesamtbetriebswirtschaftlich sinnvoll gewesen sein, es entzog uns aber die Lebensgrundlage.

Mitte 2013 kam die Weisung an alle Läden, Kettensätze, also Ketten, Ritzel, Kettenräder und sogar Kettenschlösser, zurück nach Düsseldorf zu schicken. Die gab es in den Läden ab diesem Zeitpunkt also nur noch auf Bestellung. Jetzt mach das mal einem Kunden klar, der am Samstag mit ölverschmierten Händen vor dir steht und eine neue Kette braucht. Der will sie gleich und nicht erst am Montagnachmittag. In Düsseldorf sitzen höchstens 15 Prozent Motorradfahrer, die solche Zusammenhänge verstehen“, sagt einer der Ehemaligen resigniert. „Jetzt stehen finanziell alle mit dem Rücken zur Wand.“

2014 wird es keinen Katalog für Hein Gericke geben

Horst Simons Nachfolger im Nürnberger Laden hat im November 2013 aufgegeben und das Geschäft geschlossen. Auf seiner Website sucht Hein Gericke in einer Mitteilung vom 28. 1. 2014 einen Store-Manager für Nürnberg und für fünf weitere Standorte. In Neu-Ulm hat der Shop­betreiber fast zeitgleich mit der Düsseldorfer GmbH Insolvenz angemeldet. An der Misere mögen auch einzelne Shop-Partner nicht völlig schuldlos sein. Das viel zu geringe Angebot jedoch ist eine Tatsache. So bezifferte die Hein Gericke Group in einem Unter­nehmensporträt 2013 die Anzahl der „aktiven Artikel im Produkt­sortiment“ auf „ca. 5000“. Zum Vergleich: Detlev Louis nennt auf MOTORRAD-Anfrage „22.000 Artikel im Katalog, mit Onlinehandel 30.000“.

Bei Hein Gericke wird es für 2014 keinen Katalog geben. Ein Sprecher zu MOTORRAD: „Schon im Sommer war kein Geld für die Katalogproduktion da.“ Insolvenzverwalter Georg Kreplin hat dieses Problem ebenfalls erkannt: „Es wird mit Hochdruck an der Zuführung neuer Ware gearbeitet. Im Wochentakt wird sich das Angebot in den Filialen verbessern. Das Sortiment wird erweitert.“

Am 1. Februar 2014 haben mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens chinesische Investoren um den Inhaber des Helmherstellers LS2 das Ruder in Düsseldorf übernommen (siehe Interview).

Das Unternehmen

Zeitleiste

  • Januar 1970: Auf dem Elefantentreffen beschließt der 32-jährige Hein Gericke, künftig mit Motorrädern zu handeln.
  • 1972 hat Gericke Verträge mit allen Herstellern, verkauft in der Folge 5000 Maschinen im Jahr.
  • 1974 beschließt Gericke, Motorradbekleidung ins Sortiment zu nehmen, und beginnt, diese selbst zu entwerfen.
  • 1976 ist Hein Gericke größter Motorradhändler der Welt.
  • 1980 gibt es in Deutschland schon 14 HG-Shops, Gericke hat den Versandhandel gestartet und bringt erstmals einen Katalog heraus.
  • 1987 verkauft der Unternehmer Hein Gericke den Handel. Die jetzt 40 Läden umfassende Kette wird jedoch weiterhin seinen Namen tragen.
  • 1994 entsteht aus der Hein Gericke GmbH die Eurobike Aktiengesellschaft. Unter dem Dach der AG versammeln sich immer mehr Marken, u. a. DiFi, GoTo Helmstudio, Schuh und auch Polo gehören dazu.
  • 2000 betreibt Eurobike 150 Läden in ganz Mitteleuropa.
  • 2003 meldet Eurobike Insolvenz an (Polo ist nicht betroffen, da profitabel, und haftet nicht für die Schulden). Der US-Konzern Fairchild steigt als Investor ein und übernimmt u. a. die Hein Gericke-Kette.
  • 2009 steigt Fairchild wieder aus, muss in den USA selbst Insolvenz anmelden. Die Hein Gericke-Gruppe wird nach einem Management-Buy-out durch drei Geschäftsführer fortgeführt. Polo geht da längst eigene Wege.
  • 2011 Die Hein Gericke-Gruppe versucht, durch die Ausgabe einer Anleihe ihre finanzielle Situation zu verbessern.
  • 2012 Aufgrund massiver Verluste muss Hein Gericke UK (Großbritannien) im Juli Insolvenz anmelden. In der Folge beantragt Hein Gericke Deutschland ein Schutzschirmverfahren, betreut von Anwalt Georg Kreplin. Ende 2012 steigt die General Equity Group aus der Schweiz als Investor bei Gericke ein.
  • 2013 Im Juni wird ein ehe­maliger Peek & Cloppenburg-Manager Vorsitzender der Geschäftsführung von Gericke, bleibt das jedoch nur bis November. Im September wird der ehemalige BMW Motorrad-Chef Marco von Maltzahn Vorsitzender des Beirats der Gericke Group. Ende Oktober versucht Gericke, eine erneute Anleihe auszugeben, scheitert aber mit der Platzierung, angeblich aus Termingründen. Am 16. Dezember muss die Hein Gericke GmbH vorläufige Insolvenz anmelden. Am 30. Dezember gibt der vorläufige Insolvenzverwalter Georg Kreplin bekannt, dass „mit einem in Spanien ansässigen Investor ein Kaufvertrag ab­geschlossen“ werden konnte.
Foto: Hersteller
Rainer Hullmann ist seit 35 Jahren in der deutschen Motorradbranche tätig und seit 2011 LS2-Mann.
Rainer Hullmann ist seit 35 Jahren in der deutschen Motorradbranche tätig und seit 2011 LS2-Mann.

Interview Rainer Hullmann

Zu den chinesischen Investoren, die jetzt in Form der Hein Gericke Europe GmbH angetreten sind und den Fortbestand der Firma langfristig sichern wollen, gehört auch der Inhaber von LS2, einer Firma, die als international agierender Helmhersteller aus der Motorradbranche kommt, aber in Deutschland noch wenig bekannt ist.

Was ist an der Aussage dran, dass LS2 die Firma Hein Gericke übernommen hat?
Es ist richtig, dass eine chinesische Investorengruppe an Paul Liao, den Chef der spanischen Firma Tech Design Team, herangetreten ist und um seine Hilfe bat. Er sollte prüfen, inwieweit die Übernahme von Hein Gericke erstrebenswert ist. Tech Design Team (TDT) hat seinen Sitz in Barcelona und steuert von Spanien aus seit 2007 den weltweiten Vertrieb sowie die Entwicklung der Marke LS2. Obwohl es die Marke erst seit sechseinhalb Jahren gibt, zählt sie schon zu den Großen in der Welt und hat 2013 über 1 100 000 Helme verkauft. Diese Gruppe hat Hein Gericke zum 1. Februar übernommen und beabsichtigt, die Firma jetzt neu aufzustellen.

In unserer letzten Ausgabe hat Gericke-Insolvenzverwalter Georg Kreplin dies als „Win-win-Situation“ bezeichnet. Sehen Sie das auch so und warum?
Selbstverständlich. Dadurch wird LS2 vertriebstechnisch perfekt aufgestellt.

Werden die Hein Gericke-Läden dann zu LS2-Geschäften?
Nein, ganz und gar nicht. Man darf nicht annehmen, dass LS2-Produkte künftig die überwiegende Fläche in den Hein Gericke-Shops einnehmen. Das würde gar nicht funktionieren. LS2 wird einen Platz im Portfolio von Hein Gericke besetzen, aber nur ein Mosaikstein im Sortiment sein und mit Sicherheit in der Präsenz nicht dominierend. Insgesamt wird die Marke LS2 dadurch bekannter und stärker. Unser Marketing und das von Gericke werden das Produkt pushen.

Trotzdem kann man doch sagen, LS2 kauft sich quasi ein Händlernetz?
Diese saloppe Formulierung habe ich in letzter Zeit öfter gehört. Ganz richtig ist sie freilich nicht. Wie schon gesagt, ist der Inhaber von LS2 nur einer von mehreren chinesischen Investoren, die nun bei Gericke einsteigen. Und was LS2 angeht, so darf man dabei auch nicht vergessen, dass der Vertriebsweg über die Gericke-Shops nur einen kleinen Zweig in der gesamten LS2-Vertriebsstruktur darstellen wird. Auch freie Fachhändler werden LS2 weiterhin führen. Aber: In den Großstädten, wo sich die Shopketten etabliert haben, gibt es fast keine freien Fachhändler mehr, die erfolgreich und in größerem Maße Helme und Bekleidung verkaufen. Und die wenigen, die es noch gibt, haben sich mit der Konkurrenzsituation arrangiert und darauf eingestellt. Sie verkaufen fast die gleichen Marken wie die Shopketten, haben sich aber mit anderen Leistungen und eigenem Profil einen Kundenstamm erobert. LS2 ist aktuell fast ausschließlich außerhalb der Großstädte vertreten. Diese weißen Flecken können wir künftig mit Hein Gericke besetzen, und zwar ohne große Berührungspunkte mit LS2-Fachhändlern. Wo Hein Gericke und traditioneller Handel sich begegnen, wird derjenige erfolgreich sein, der den Kunden besser bedient. So war das immer schon. Wir von LS2 haben das ehrgeizige Ziel, irgendwann einmal Marktführer zu werden. Das schaffen wir ausschließlich über den traditionellen Fachhandel leider nicht. Dieses Rad lässt sich nun mal nicht mehr zurückdrehen. Insofern nehmen wir uns das gleiche Recht wie alle unsere namhaften Wettbewerber, unsere Produkte auch über Shopketten zu vertreiben. Wir sind in diesem Moment und eventuell auch später mit Hein Gericke als Vertriebsschiene sicher nicht überrepräsentiert am Markt. Unsere Präsenz wird sich verbessern.

Okay, LS2 soll also Marktführer bei Helmen werden. Aber in welche Richtung wird sich Hein Gericke künftig entwickeln? Wie wird da die Strategie aussehen?
Das kann ich Ihnen nicht beantworten, weil das nicht in meinen Aufgabenbereich fällt und ich in diese Gespräche nicht involviert bin. Aber eines ist für mich klar: Gericke hat in den letzten Jahren viel Umsatz eingebüßt. Das war sicherlich dem schrumpfenden Markt genauso geschuldet wie der starken Konkurrenz. Wohin sind denn die Kunden gegangen, die bei Gericke nicht mehr das fanden, was sie suchten? Doch in der Regel zu Louis und Polo und nicht zum freien Fachhändler, so schade das auch ist. Für mich liegt es auf der Hand, dass Gericke auch von dort Kunden und Umsatz zurückgewinnen muss.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote