Inspektionsbericht

Weiter geht’s mit der Kontrolle der Fahrwerkskomponenten. Zunächst ist das Lenkkopflager an der Reihe. Bei angehobenem Vorderrad fahnded der Werkstattmann nach einem falsch eingestellten
Lager sowie nach Druckstellen, die die
Gabel in einer bestimmten Stellung »einrasten« lassen (13). Bei der schwarzen
TL ist jedoch alles in Ordnung. Dies gilt auch für den Lenkungsdämpfer, dessen Funktion mittels Zug über eine am Lenker befestigte Federwaage gemessen wird.
Ein Häkchen im Wartungsprotokoll gibt es ebenso beim Prüfpunkt Gabel: Die Standrohre sind frei von Steinschlägen
und Ölspuren. In einwandfreiem Zustand sind zudem die Lager der Räder sowie der Schwinge. Während die Sichtprüfung von Bremsbelägen und -schläuchen ebenfalls positiv ausfällt, vermeldet der elektronische Bremsflüssigkeitstester Handlungsbedarf: An der hinteren Bremse übersteigt der Wassergehalt der Hydraulikflüssigkeit den kritischen Wert (14). Der Wechsel ist dank einer speziellen Absaugvorrichtung ohne langwieriges Entlüften rasch erledigt.
Noch ein Blick auf das Spiel und
die Verlegung der Gaszüge, dann erfolgt der Zusammenbau. Bevor die TL die Hebe-
bühne verlässt, bekommt die Kette ihr Fett ab. Daran schließen sich die Kontrollpunkte Reifenluftdruck, Beleuchtung (15) und Kettenspannung bei aufgesessenem Fahrer (16) an. Zum Schluss erfolgt die Probefahrt über mehrere Kilometer (17).
Für die große Inspektion mit Ventilspielkontrolle veranschlagt Suzuki bei der TL 1000 S eine Richtzeit von 3,6 Stunden, bis alle Prüfpunkte des modellspezifischen Wartungsprotokolls korrekt abgearbeitet sind. Eventuell erforderliche Einstellarbeiten oder Erschwernisse werden extra berechnet. Mit seiner Unterschrift steht Patrick Bérard für die geleistete Arbeit nach Herstellervorschrift gerade (18), die dem Kunden im konkreten Fall eine Rechnung über 282,02 Euro, einschließlich der benötigten Teile, beschert.

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