Inspektionsrichtzeiten (Archivversion)

Die Wartungskosten eines Motorrads hängen von den Richtzeiten und
den Service-Intervallen ab. Bei den Richtzeiten in der Tabelle gilt es zu beachten, dass sich diese immer
nur auf die Regelintervalle beziehen. Bei geringen Saison-Fahrleistungen schreiben die Hersteller Jahresinspektionen vor, die hier nicht
berücksichtigt werden konnten.
Dennoch lässt der für jedes Modell bis zu einer Laufleistung von 50000 Kilometern berechnete Gesamtzeitbedarf interessante Rückschlüsse zu. So erfordern komplett neu konzipierte Motorräder aufgrund der wartungsfreundlicheren Konstruktionen zumeist einen geringeren Zeitaufwand bei Inspektionen, wie der exemplarische Vergleich der Kawasaki-Modelle ZX-10R und ZRX 1200 R belegt.
Zudem müssen viele moderne Bikes seltener zum Kundendienst. Kostentreiber sind indes kurze Intervalle, selbst bei den hubraumschwachen 125ern von Aprilia und Honda.
Dass ein hoher Kaufpreis nicht automatisch ein Indiz für hohe Folgekosten sein muss, beweist die Triumph Rocket III. Der 2,3-Liter-Cruiser
beansprucht von allen aufgeführten
Modellen die geringste Service-Zeit. Das andere Extrem ist – trotz
langer Intervalle – die Ducati 999:
Bei gleicher Laufleistung steht sie
fast viermal so lange auf der Hebebühne des Service-Mechanikers.
Und Zeit ist Geld, gerade in der
Werkstatt. Wer sparen will, kommt nicht umhin, die höchst unterschiedlich kalkulierten Stundensätze der Servicebetriebe zu vergleichen. Sie können – je nach Region – um bis
zu 100 Prozent differieren.

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