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Mit der W 800 ist Kawasaki eine echte Überraschung auf der Intermot gelungen.

Kawasaki-Neuheiten 2011 Neues Retro-Bike: Kawasaki W 800

Moderne Technik, als Oldtimer verpackt: Mit der Kawasaki W 800, die jetzt auf der Intermot präsentiert wurden, macht Kawa Freunden klassisch anmutender Motorräder jetzt wieder ein attraktives Angebot.

2006 war das letzte Modelljahr des Retro-Motorrads Kawasaki W 650, jetzt bringen die Japaner mit der W 800 einen Nachfolger. Während die W 650 etwas mehr Hubraum hatte, als die Modellbezeichnung vermuten lässt, nämlich 676 Kubik, muss die Nachfolgerin mit etwas weniger auskommen, nämlich 773 Kubik um genau zu sein. Der Hubraumzuwachs, den Kawasaki seinem modernen Klassiker gegönnt hat, belauft sich also auf rund 100 Kubik.


Dieses Mehr an Hubraum führt jedoch nicht zu einem Mehr an Leistung: Die Homologation ist zwar noch nicht abgeschlossen, so dass es noch keinen offiziellen Wert gibt, aber bei Kawasaki geht man davon aus, dass die W 800 um zirka 48 bis 50 PS leisten wird, damit liegt sie auf dem Niveau der W 650 oder eventuell sogar leicht darunter. Neben der verschärften Abgasvorschriften ist eine Drehmoment-orientierte Auslegung die Ursache dafür. Der Preis für die neue Maschine steht noch nicht endgültig fest, dürfte aber um zirka 8100 Euro liegen.



Messe-Highlights von der Intermot 2010

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Foto: Sdun/Jahn/Kawasaki
Kawasaki W 800: Die Königswelle ist zurück.
Kawasaki W 800: Die Königswelle ist zurück.

Doch solche Zahlenspiele interessieren die potenziellen Käufer eine W 800 sichtlich nicht übermäßig, schließlich bietet die Neue neben entspannten Fahrfreuden vor allem was fürs Auge und Herz. Der luftgekühlte Zweizylinder stellt seine Kühlrippen zur Schau, die klassisch anmutende Königswelle glänzt und erinnert zumindest optisch an englische Klassiker vergangener Motorrad-Epochen. Dazu kommen - natürlich – Speichenräder, Faltenbälge an der Gabel zwei offene Federbeine hinten. Vorne bremst eine einzelne 300-mm-Bremschreibe mit Doppelkolben Schwimmsätteln, hinten wird getrommelt - das muss reichen.

Kawasaki hat nach eigenen Angaben bei der Konstruktion so viel wie möglich auf Kunststoffteile verzichtet und natürlich glänzt es an allen Ecken und Enden und zum Beispiel sieht der große Scheinwerfer wie bei einem echten Klassiker aus. Außerdem ergibt sich, wenn man auf Details wie Schalter oder Brems- und Kupplungshebelbefestigung achtet ein stimmiger Eindruck.

Was allerdings auf den ersten Blick stört, sind die vom Design her missratenen Ziffern auf den Instrumenten. Aber zumindest die dürften den bewundernden Blicken entgehen, die sicher viele W 800-Fahrer unterwegs ernten können. Schließlich bietet auch die Kawasaki W 800 wie ihre Vorgängerin W 650 auf den ersten Blick - oder wenn man sich nicht mit Motorrädern auskennt - den Anblick eines perfekt gepflegten Oldtimers.

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