Intermot-Neuheiten Bike2Car: Mehr Sicherheit mit WLAN

Grafik: DLR
Noch ist’s nur eine Ankündigung. Doch eines Tages wird sie wohl Wirklichkeit. Und dieser Tag könnte nicht mehr allzu fern sein. Auf der Intermot gab der weltgrößte Motorradhersteller Honda bekannt, an einem computergestützten Warnsystem zu arbeiten, das nicht nur Auto-, sondern auch Motorradfahrer elektronisch und innerhalb vor Sekundenbruchteilen vor einer potenziellen Gefahr durch ein Auto warnen soll, „noch bevor der Motorradfahrer das Auto überhaupt sieht,“ erklärte Honda General Manager Mark Davis.

Tatsächlich gehört Honda als einziger nicht-europäischer Fahrzeughersteller seit 2005 neben Audi, BMW, Mercedes, Opel, Renault und VW dem europäischen „Car 2 Car Communication Consortium“ an. Dessen Mitglieder, u. a. Bosch, Siemens und andere Elektronik-Firmen, arbeiten an einem Warnsystem, das moderne Fahrzeuge im Straßenverkehr innerhalb einer gewissen Distanz mittels WLAN-Technik drahtlos vernetzt und ihre Fahrer auf drohende Gefahren aufmerksam macht. Beispiel: Stoppt ein Auto hinter einer Kurve abrupt und blockiert die Fahrbahn, so registriert das das GPS, gibt die Info an die Fahrzeuge im Sende-Umkreis weiter und macht dadurch nachfolgende Fahrer sofort auf das für sie noch unsichtbare Hindernis aufmerksam. Konkret kann die Warnung etwa über das Display des Navigationsgeräts erfolgen. Da Navis auch auf Motorrädern immer populärer werden, ist durchaus denkbar, Bikes hierüber künftig in ein solches Sicherheits-Netz einzubinden. Auch akustische Warnsignale im Helm oder ein Display auf der Visier-Innenseite wären möglich. Honda hat angekündigt, hierzu schon bald nähere Details zu liefern.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel