interview (Archivversion)

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Aprilia nennt das Basis-Modell jetzt »R”, die frühere R-Version heißt nun »Factory”. Stiftet das nicht Verwirrung? Hoffentlich nicht. Die Basisversion ist schon ein perfekter Pistenrenner und hat das R verdient. Welcher Anspruch steht hinter der neuen RSV 1000? Beim ersten Brainstorming im Herbst 2000 haben wir die Ziele definiert: mehr Leistung und ein kleineres, kompakteres Motorrad. Das ist uns auch gelungen. Die Auspuffanlage hat nun zwei Endschalldämpfer. Im Gegensatz zum Trend aber nicht unter der Sitzbank. Warum nicht? Ein Schalldämpfer unter der Sitzbank ist schwerer, er heizt den Sitz unangenehm auf. Das ist besonders für den Beifahrer unbequem. Ist ein Motorrad wie die RSV 1000 R aber nicht ohnehin fast immer ein Einsitzer? Nein, gar nicht! Wir haben festgestellt, dass viele Kunden mit einem solchen Supersportler auch zu zweit fahren. Alle Modelle werden daher sowohl mit Doppelsitzbank als auch mit Monohöcker ausgeliefert. Was war das größte Problem bei der Entwicklung? Mehr Leistung zu schaffen und dabei die neuen Schadstoff- und Geräuschnormen einzuhalten. Die RSV 1000 R hat neue Brennräume, eine neue Einspritzung, ein besseres Motormanagement und nicht zuletzt einen geregelten Katalysator. Was erwarten Sie von der neuen RSV 1000 R? Dass sie das hohe Niveau der alten RSV hält. Von der haben wir in fünf Jahren 27000 Stück verkauft; das ist für einen Newcomer sehr beachtlich. Mit welchen Stückzahlen rechnen Sie? Wir liefern dieses Jahr noch 1300 Motorräder aus. 2004 wollen wir dann 5000 bis 6000 Stück bauen.

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