Interview Arnd Dickel (Harley-Davidson Deutschland) (Archivversion)

Arnd Dickel, 40, Marketing Manager Parts, Accessories MotorClothes Harley-Davidson Deutschland.

CVO – was bedeutet das?
CVO steht für Custom Vehicle Operations. Seit 1999 widmet sich eine Spezialabteilung dem Bau besonders hochwertiger Motorräder. Im Automobilbereich wäre das zum Beispiel vergleichbar mit AMG. Alle Motorräder werden von speziellen Mitarbeitern in einem besonderen Produktionsbereich zusammengebaut. Manufaktur im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie viele Screamin´ Eagle-Modelle entstehen dort pro Jahr?
Rund 2500. Für das Modelljahr 2008 waren das die FXSTSSE2² Softail Springer, die FLHTCUSE³ Ultra Classic Electra Glide, die FLHRSE Road King und die FXDSE² Dyna. Nach Europa sind gut 1000 Motorräder gekommen. Angesichts von etwa 320 Harley-Davidson-Händlern erhält jeder Händler im Schnitt lediglich ein Exemplar jeder CVO-Baureihe. Nicht selten ist daher manches Modell bereits ausverkauft, bevor es beim Händler steht.

Apropos verkaufen! Wie ist es bei Harley um PA, also Ersatzteile und Zubehör bestellt?
Nehmen wir das Jahr 2007 Wir haben weltweit 330619 Harley-Davidson produziert und damit rund 4,5 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Im Bereich PA lagen wir bei 868,3 Millionen Dollar. Umgerechnet macht das rund 2600 Dollar pro verkauftem Fahrzeug.

Verhält sich das in Deutschland ähnlich?
Durchaus. Wir haben bei fast 7000 verkauften Fahrzeugen rund 16 Millionen Euro Umsatz mit PA gemacht. Wenn man dort rund ein Viertel für Bekleidung und den Buell-Anteil herausrechnet, sind das immer noch rund 1500 Euro pro Fahrzeug. Diese Zahlen beziehen sich auf unseren Verkauf an den Handel. Man sieht also, unsere Kunden stehen auf personalisierte oder wie wir sagen „customized bikes“.

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