Interview mit Piaggio-Geschäftsführer Stefano Rosselli del Turco

Piaggio-Geschäftsführer Stefano Rosselli del Turco über die Konzerntochter Gilera

Warum hat das erste Motorrad von Gilera nach achtjähriger Pause keinen hauseigenen Motor?Das hat mit unserer Firmenstrategie zu tun. Wenn wir in ein Marktsegment einsteigen, wollen wir das schnell tun. Und so wie wir unsere Roller-Motoren ja auch an die Konkurrenz verkaufen, sind wir uns nicht zu fein, unsererseits einen Motor zu kaufen, denn eine eigene Entwicklung würde viel zu lange dauern.Warum muss es denn zum Wiedereinstieg von Gilera ausgerechnet ein 600er-Sportler sein?Gilera hat sich im Sport einen Namen gemacht, und da wollen wir auch wieder hin. Bei den sportlichen Motorrädern sind die 600er die Domäne der Japaner, deshalb glauben wir, dass da noch Platz für ein Motorrad im italienischen Stil ist.Wird die neue Gilera also auch Rennen fahren?Wir sehen unser sportliches Engagement parallel zur Produktion. Im Moment bauen Gilera und unsere Konzerntochter Derbi Roller und Leichtkrafträder, und deswegen fahren wir in der 125er-WM mit. Wenn die 600er auf den Markt kommt, könnte es durchaus sein, dass wir in die Supersport-WM einsteigen.Wie sehen künftige Motorräder von Gilera aus?Im Vierzylinderbau sind heutzutage die Japaner die Meister. Unsere Zukunft liegt wohl eher im Zweizylinder, wo wir europäische Kompetenz unter Beweis stellen können.

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