Interview mit Satoshi Isokari (Archivversion)

Satoshi Isokari, Designer der Serien-B-King, über den usprünglichen Entwurf der Suzuki und ihre Weiterentwicklung.

Die Suzuki B-King ist vor sechs Jahren als Designstudie vorgestellt worden. Sollte die Serienmaschine von Anfang an so aussehen?
Wir haben uns zuerst für ein anderes, modernes und agileres Aussehen entschieden, aber das Modell, das wir bauten, kam überhaupt nicht an. Die Leute, die wir fragten, wollten, dass der Charakter der B-King-Studie erhalten blieb. So fingen wir noch mal von vorn an und versuchten, das ursprüngliche Konzept an eine Serienproduktion anzupassen.

Gab es dabei Schwierigkeiten?
Als Studie war die B-King nicht für die Produktion vorgesehen, und das Design sollte vor allem Beschleunigung auf gerader Strecke ausdrücken. Ein Serienbike braucht aber auch gutes Handling in Kurven, was die Fahrwerks-Parameter entscheidend beeinflusst. Funktionalität und die ursprüngliche Designidee der B-King unter einen Hut zu bringen war nicht einfach.

Waren die großen Endschalldämpfer Ihre Idee?
Ja. Die großen Endschalldämpfer sind notwendig, um den Geräuschpegel einzuhalten, ohne Leistung zu verlieren. Da dachte ich mir, warum nicht ein radikales Styling entwerfen, das das Design des Show-Modells noch übertrifft. Einige finden sie ein bisschen zu groß, aber ich glaube, die großen Schalldämpfer tragen zur dynamischen Rückansicht bei.

Warum hat die B-King 184 PS, aber keinen Kompressor mehr wie die Studie?
Am Anfang sagten uns die Ingenieure, dass 150 PS für ein Naked Bike das Limit darstellen. Doch während der Testphase stieg die Leistung kontinuierlich an. Wir wollten ein Motorrad mit viel Power passend zum Aussehen. Die Vmax der Hayabusa ist höher, aber im unteren und mittleren Drehzahlbereich ist die B-King stärker. Ich glaube nicht, dass ein Fahrer der B-King einen Kompressor vermisst.

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