Interview Pieter de Waal, Leiter Vertrieb und Marketing BMW Motorräder (Archivversion)

Pieter de Waal, Leiter Vertrieb und Marketing BMW Motorräder, zum Erfolg von BMW und den Zulassungszahlen in Deutschland.

Wie erklären Sie sich den Erfolg von BMW 2007, und in welchen Ländern verkaufen Sie die meisten Bikes?
Ganz stark zu diesem erfreu-lichen Ergebnis haben wieder die westeuropäischen Märkte beigetragen. Der stärkste Einzelmarkt bleibt unser Heimatmarkt Deutschland. Der Gesamtmarkt in Deutschland ist nach wie vor leicht rückläufig, vor diesem Hintergrund freut es uns um so mehr, dass wir hier abermals unsere Marktführerschaft ausbauen konnten. Zweitstärkster Absatzmarkt 2007 war erneut Italien, gefolgt von den USA sowie Spanien.

Inwieweit hängt der Erfolg von BMW nur von den am meisten verkauften Modellen BMW R 1200 GS und Adventure ab? Was wollen Sie dagegen tun, dass viele andere Modelle Nischenprodukte sind?
Natürlich trägt die beliebte Reiseenduro R 1200 GS – gerade noch mal ein Stück attraktiver geworden – nicht unerheblich zum Erfolg von BMW Motorrad bei. Über die GS hinaus stellt sich unsere Modellpalette so abwechslungsreich dar wie nie zuvor. Natürlich bewegen wir uns zunehmend auch in Nischen, um uns bei neuen Zielgruppen zu etablieren, zum Beispiel mit der Sportenduro G 450 X, die wir noch in diesem Jahr einführen werden. Dennoch vernachlässigen wir keinesfalls unsere Kernsegmente und die Modelle, die uns groß gemacht haben. Wir denken, es handelt sich um eine für verschiedenste Kundenkreise interessante Vielfalt.

Warum sind Motorräder wie die BMW G 650-, F 800- und K-Modelle sowie die R 1200 S in Deutschland mit bis zu 65 Prozent auf juristische Personen neu zugelassen worden?
Die sogenannten juristischen Personen sind Firmen wie Fahrschulen, Behörden, Reiseveranstalter, Vermiet-firmen, Händler und auch die BMW AG mit ihrem eigenen Fuhrpark bis hin zum Führungskräfte-Leasing und Werksangehörigen-Geschäft. Die von Ihnen genannten 65 Prozent betreffen die R 1200 S- und G-Reihe und sind unter anderem auf eine große Probefahrtaktion und das Fahrschulgeschäft im letzten Jahr zurückzuführen. Insgesamt liegt die Zahl weit unter dem von Ihnen genannten Wert, und davon ist wiederum nur ein Teil auf von Händlern zugelassene Vorführmotorräder zurückzuführen.

Auf welche Modelle setzt BMW künftig?
Im Rahmen der Modelloffensive haben wir in den vergangenen Jahren unsere Modellpalette grundlegend überarbeitet und ausgebaut. Die Motorräder der R-und K-Baureihe werden weiterhin das Fundament unserer Modellpalette darstellen. Gleichzeitig bereiten wir uns aber auch auf den Eintritt in neue Segmente vor. Für die Zukunft kann man sagen: Wir werden noch die eine oder andere Überraschung bereithalten!

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