Intro: Bimota-Erlkönig; eKrad; Confederate C120 Renaissance Fighter; Peugeot Hymotion 3 (Archivversion) Intro

Erlkönig: Bimota-Naked-Bike

Erwischt: Bimota arbeitet an einer Naked-Version der DB7, die gleich bei ihrem ersten Ausritt einem Handy-Knipser vor die Linse fuhr.

Der Prototyp des neuen Naked Bikes mixt bekannte Elemente: So stammen der Gitterrohrrahmen mit den gefrästen Alu-Platten, die Zweiarmschwinge und der Schalldämpfer von der DB7, die Vorderradaufhängung mit 50-Millimeter-Gabel und breitem Lenker sieht ganz nach der DB6 Delirio aus. Das hochgezogene Heck und die winzige Scheinwerferverkleidung aus Kohlefaser sind noch unlackiert, ebenso der Plastiktank. Offenkundig hängt im Fahrwerk der wassergekühlte 1098-V2 von Ducati genau wie bei der DB7; die Naked bekommt aber sicher ein anders Mapping mit weniger als den maximalen 160 PS. Laut Bimota wird das Motorrad, das wahrscheinlich DB8 heißen wird, nicht auf der Mailänder Messe Anfang November vorgestellt, sondern erst nächstes Jahr.


Elektro-Roller

Die Weidener Firma SAP System Auto Parts importiert den in China gefertigten Elektro-Roller e-max in zwei Versionen, deren Radnabenmotoren je maximal 3,85 kW leisten. Damit sind die mit Silicon-Akkus ausgerüsteten Scooter bis zu 45 km/h schnell. Der 90S hat eine Reichweite von 60 Kilometern, wiegt 151 Kilo und kostet 2995 Euro. Der 110S schafft bis zu 90 Kilometern, wiegt aber 191 Kilo. Der Preis: 3295 Euro; www.e-max-roller.de.


Sieger beim Cologne Custom Championship: Twintrax von Christoph Madaus

Auf der Intermot in Köln sind Chopper, Fighter, Sportler und Scooter im Wettbewerb "Cologne Custom Championship" aus-gestellt worden. Die Zuschauer wählten die Twintrax mit zwei Harley-Motoren auf Platz eins, wofür Erbauer Christoph Madaus einen Scheck über 5000 Euro bekam. Zudem qualifizierte er sich für die Customizing-Weltmeisterschaft in den USA.


MX-Bike mit Elektro-Antrieb

Die Memminger Firmen Otto Christ, Wüpa und Kunststoff Klaus haben den Prototyp des eKrads auf der Messe Intermot in Köln vorgestellt. Die Serienproduktion des Bikes, das auch als Supermoto und Enduro erhältlich sein wird, ist für nächstes Jahr geplant. Das eKrad wird von einem Elektromotor angetrieben, der bis zu 21 kW leistet und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ermöglicht. Als Energiespeicher dienen Lithium-Polymer-Akkus, die nach einer Ladezeit von vier Stunden eine Fahrzeit von bis zu zwei Stunden erlauben. Stoßdämpfer und Gabel stammen von WP, die Firma Behr liefert Räder, Brembo die Bremsen, Esjot Kette und Kettenräder. Racetec zeichnet für die vorderen Plastikteile verantwortlich; www.ekrad.de.


Gurt für Motorradfahrer

Bei einer Sicherheitskonferenz in Köln Anfang Oktober stellten Schweizer Forscher der Firma Dynamic Test Center einen Sicherheitsgurt für Motorradfahrer vor, der in die Bekleidung integriert ist. Bei Versuchen mit Dummys verringerten sich die potenziellen Verletzungen, wenn das Motorrad im rechten Winkel in die Seite eines stehenden Autos krachte. Der Hauptgrund: Kopf und Hals des Dummys berührten das Auto nicht. Bei Stürzen und Kollissionen mit anderen Winkeln, die erst noch getestet werden, soll sich das Gurtschloss öffnen, so dass sich der Fahrer von der Maschine lösen kann. Weitere Vorschläge: Seitenschutz für die Beine. Die Forscher gehen von einer 30-prozentigen Verringerung der Verletzungen aus; www.dtc.ag.ch


Eelektro-Rad

Das Ultraleichtmotorrad hmk 561 hat der Designer Ralf Kittmann auf der Intermot in Köln vorgestellt. Der Kohlefaserrahmen dient auch als elektrischer Leiter und Energiespeicher. In der Vorder- und Hinterradschwinge sind jeweils zwei Elektromotoren untergebracht, die die Kraft auf die Felgen übertragen; www.ralfkittmann.de.


Tagfahrlicht für Bikes

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) hat in einer Studie herausgefunden, dass Motorräder mit weißen Tagfahrleuchten (TFL) in hoher Lichtstärke besser zu sehen sind als solche mit Abblendlicht. Zudem haben andere Fahrzeuge mit Beleuchtung keinen Einfluss auf die Erkennbarkeit von Motorrädern, so die BaSt. Aufgrund dieser Studie hat Deutschland Änderungsvorschläge für die entsprechenden ECE-Normen bei der zuständigen UN-Arbeitsgruppe in Genf vorgelegt. Diese Normen sollen den Anbau von TFL bei Motorrädern künftig optional ermöglichen.


Kurz notiert
Bußgeldkatalog
Der Bundesrat hat am 10. Oktober den von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegten neuen Bußgeldkatalog gebilligt. Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Bundestags, bevor die Erhöhungen im Januar 2009 in Kraft treten können; www.bmvbw.de.

Kawasaki-Angebot
Bestimmte neue Kawa-Modelle sind im Preis gesenkt worden. So kostet die ER-6n, Modell-jahr 2008, jetzt 5495 Euro ohne Nebenkosten. Das sind 1100 Euro weniger als bislang. Einzige Voraussetzung: Die Motorräder müssen noch dieses Jahr zugelassen werden; www.kawasaki.de.

Triumph-Gutschein
Wer noch dieses Jahr eine Speed Triple, Tiger 1050, Sprint ST oder Rocket des Modelljahrgangs 2008 kauft, bekommt von Triumph einen Gutschein über Bekleidung oder Zubehör im Wert von 555 Euro; www.triumphmotorcycles.com.

Motorradfreundliche Stadt
Die Motorrad Initiative Deutschland hat 2008 Eckernförde als "Motorradfreundliche Stadt in Deutschland" ausgezeichnet. Eckernförde hat ein touristisches Angebot für Biker und veranstaltet zu Saisonbeginn eine Orientierungsfahrt; www.motorradkueste.de.

EU-Verkehrssünden
Der EU-Ministerrat vertagte Anfang Oktober die Entscheidung über einen Gesetzesvorschlag, der die grenzüberschreitende Sanktion von Verkehrssünden in Europa beinhaltet, auf Dezember. Das Europäische Parlament stimmt im November über den Vorschlag ab.


Der Kämpfer

Die US-Edelschmiede Confederate präsentiert den C120 Renaissance Fighter zum Schnäppchenpreis von 110000 Dollar. Was ist dran?

Wer auffallen will und rund 80000 Euro übrig hat, kann sich einen von 42 Renaissance Fightern der US-Firma Confederate sichern, die bereits die Hellcat und die Wraith entwarf (MOTORRAD 8/2004 und 5/2007). Befeuert wird das C120-Fighter-Teil von einem Zwei-Liter-Twin mit Aluminium-Kolben und aus dem Vollen gefrästen Aluminium-Zylinderköpfen. In Werbetexten ist von einer Höchstgeschwindigkeit von 190 mph (306 km/h) die Rede. Der Radstand von 1626 Millimetern lässt allerdings nicht auf große Handlichkeit schließen. Abgebremst wird der 195 Kilogramm leichte Fighter durch eine Aluminium-Vierkolbenzange mit schwimmend gelagerter Alu-Keramik-Verbundscheibe vorn und einer Zweikolbenbremse hinten. Der Zentralrohrrahmen, der aus Titan besteht, fungiert gleichzeitig als Öltank. Auffällig ist die Parallelogramm-Gabel mit Zentralfederbein, Hebelumlenkungen aus Aluminium und Titan sowie Abdeckungen aus Kohlefaser. Die Schwinge ist im Fünfganggetriebe gelagert. Der Endantrieb erfolgt über einen Zahnriemen auf das Hinterrad aus Kohlefaser mit 240er-Schlappen; www.confederate.com.


Cross-Over

Auf dem Auto Salon in Paris hat Peugeot das Konzeptmobil Hymotion 3 Compressor vor-gestellt. Das 250 Kilogramm schwere Dreirad wird von einem Benzinmotor samt Kompressor im Heck befeuert, der 20 PS aus 125 cm³ holt. Zwei Elektromotoren mit je drei kW treiben die Vorderräder an, die sich in Kurven neigen. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch soll bei zwei Litern pro 100 Kilometer liegen. Nur mit Elektromotoren kommt der Hymotion 3 rund zehn Kilometer weit, die Bremsenergie aus der Dreischeibenanlage samt ABS wird zurückgewonnen.


Essen Motor Show

Vom 29. November bis zum 7. Dezember findet die Essen Motor Show statt. Der Schwerpunkt liegt auf Autos, Rennsport und Tuning. Daneben zeigt Fred Kodlin seine Bike-Konstruktionen. Zudem wird das größte fahrbare Motorrad der Welt mit 8,2-Liter-V8-Motor zu sehen sein. Höhe des "Big Dream"-Bikes: 3,43 Meter, Länge 6,20 Meter; www.essen-motorshow.de.


Zeitlos schön

Aus gebrauchten Uhren und Brillen stellt der Brasilianer José Geraldo Reis Pfau winzige Motorräder her, die auf eine Handfläche passen. Manche sind nicht viel größer als eine Heftklammer. Aus einem Armband aus Leder wird ein Sitz, die Uhrwerke fungieren oft als Motoren. Des Weiteren dienen dem 58-Jährigen Glas, Aluminium, Plastik, Silber und Gold als Werkstoffe, die er mit Klebstoff zu seinen Kreationen verbindet. Bislang stellt Pfau seine Sammlung von rund 200 Minimotorrädern zwar aus, verkauft aber keine Einzelstücke. Wer mehr sehen will, kann sich die Internetseite www.pfau.com.br reinziehen.


Die Kunst des Reisens: "Alaska ist überall". Ein Buch, das begeistert.

Motorrad-Reisebücher gibt es wie Sand am Meer. Dieses hier ist außergewöhnlich gut. Dank über 300 brillant fotografierter Bilder, die wie bunte Fenster wirken, glaubt man, live im Geschehen zu sein. Dazu die packende Geschichte einer sechsjährigen Reise um die Welt: Als sich Autor Uwe Krauss und seine Partnerin auf den Weg machen, ahnen sie nicht, was sie erwartet. Für 36,80 Euro versandkostenfrei erhältlich: www.alaska-ist-ueberall.de.


Der Eroberer

Von der Aalener Firma Warm up stammt der Streetfighter Konquistador, der auf der Kawasaki Z 1000 basiert und 29900 Euro kostet. Die Neuerungen bestehen aus Doppelscheinwerfer, Bugspoiler, hochgezogenem Heck, Sonderlackierung und Edelstahl-Sportauspuffanlage unter dem Sitz. Details: die Aluminium-Einarmschwinge einer MV Agusta Brutale und der 240er-Hinterreifen. Telefon 07361/46377; www.warm-up-zweiradtechnik.de.


Speedway-GP auf Schalke abgesagt

Ganze sechs Stunden vor dem geplanten Start zum ersten Rennen wurde der Speedway-Grand-Prix in der Arena Auf Schalke abgeblasen. Der für das WM-Finale vorgesehene Bodenbelag war auf dem Transport und während des Aufbaus nass geworden. Den Streckenbauer gelang es bis zum Veranstaltungsbeginn nicht mehr, die Bahn aus-reichend zu trocknen. "Die gesamte Bahn war zu feucht und zu weich, das ist viel zu gefährlich", urteilte zum Beispiel Speedway-Weltmeister Nicki Pedersen aus Dänemark. Das WM-Finale wurde um eine Woche und von Schalke ins polnische Bydgoscsz verschoben.


Sport kompakt
Straßen-EM in Albacete/E
Mit völlig neuem Konzept wurde in diesem Jahr die Straßen-Europameisterschaft ausgefahren. Aus allen von der europäischen Motorradsportbehörde UEM sanktionierten Einzelmeisterschaften wurden in den Klasse 125, Supersport und Superstock 1000 die besten Fahrer zum einzigen Finalrennen ins spanische Albacete eingeladen. Die neuen Ad-hoc-Europameister heißen: Lorenzo Savadori (I), Aprilia 125, Angel Rodriguez (E), Yamaha R6 (Supersport), Carmelo Morales (E), Yamaha R1 (Superstock 1000). Als jeweils beste Deutsche kamen Marcel Schrötter auf Honda in der 125er-Klasse auf Rang sieben, und Supersport-Ex-Weltmeister Jörg Teuchert wurde auf Yamaha im Superstock-1000-Rennen Vierter.

250er-Viertakt-Straßen-Renner
Ab der Saison 2009 sind in der 125-cm³-Klasse der nationalen Meisterschaften in Europa und damit auch in der deutschen Meisterschaft IDM neben den bekannten Zweitakt-Achtellitern Viertakt-Maschinen mit 250er-Einzylinder-Motoren zugelassen. Im Vorgriff auf das Ende der Zweitakt-Motoren in der Weltmeisterschaft mit Beginn des Jahres 2011– ab dann wird die GP3-WM mit solchen Maschinen gefahren – existieren in Japan und den USA bereits solche Straßenrenner, die meist ein 125er-Fahrwerk und einen 250er-Viertakt-Motocross-Motor vereinigen. ln Deutschland tritt vor allem Schäfer Motorsport, bislang hauptsächlich als Suzuki-IDM-Superbike-Team bekannt, als Viertelliter-Viertakt-Speerspitze auf. Da bei Schäfer im Kundenauftrag zahlreiche Motocross-Triebwerke getunt werden, haben die Saarländer genügend Know-how. "Ich könnte mir sehr gut einen von uns präparierten 250er-Suzuki-Cross-Viertakter in einem 125er-KTM-Fahrwerk vorstellen", sinniert Boss Michael Schäfer, "das sollte eine schlagkräftige Kombination werden."

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