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Sicherstellungen - Die Klagen

Seit Ende Juni stellt die Polizei an den Bergstrecken Sudelfeld und Kesselberg in Oberbayern Motorräder sicher, wenn ihre Fahrer mit mehr als 40 km/h zu schnell unterwegs sind (MOTORRAD 19/2007). Das alles geschieht mit Unter­stützung des bayerischen Staatsministeriums des Inneren. Dessen Pressesprecherin Ursula Willschek geht jedoch von Einzelfallprüfungen der Polizei aus, gegebenenfalls reiche auch ein Platzverweis des Fahrers von der Strecke. Gegen die Sicherstellungen klagen jetzt die ersten Motorradfahrer vor dem Münchner Verwaltungsgericht.
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Interview mit Rechtsanwalt Ernst Schaller (Archivversion)

Der Münchner Rechtsanwalt Ernst Schaller versucht Motor­radfahrern, deren Bikes die Polizei am Kesselberg sichergestellt hat, zu ihrem Recht zu verhelfen.
Wie ist es Ihren Mandanten ergangen?
Ich vertrete vier Mandanten wegen Sicherstellungen am Kesselberg. Alle sind erfahrene Verkehrsteilnehmer und auch Autofahrer. Zwei waren auf der Durchreise, zwei kommen öfter zu dem beliebten Treffpunkt. Allen wurden die Motorräder wegen angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen von über 40 km/h ohne Prüfung milderer Maßnahmen weggenommen, auch wenn ihnen das Fahrzeug nicht selbst gehörte. Ein Fahrer geriet mit dem von seinem Vater geleasten Motorrad in die Radarfalle. Nachdem er angehalten wurde, bot er an, dass sein anwesender Vater die Maschine nach Hause fährt, das Motorrad wanderte trotzdem auf den Abschleppwagen. Schwierig für alle Betroffenen war die Organisation ihrer langen Heimfahrt von bis zu 150 Kilometern.

Wie steht es um die Erfolgsaussichten der Klagen?
Bei meinen Mandanten sehe ich sehr gute Erfolgsaussichten, sich gegen die Sicherstellungen gerichtlich zur Wehr zu setzen. Die Verfahrenskosten sind gering. Es fehlte eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Mildere Maßnahmen, zum Bei­-spiel die Anweisung, den Kesselberg sofort zu verlassen, wurden nicht erwogen, somit gegen den Grundsatz der Verhält­nismäßigkeit verstoßen. Wenn der Fahrer nach Anhaltung durch die Polizei mit dem von ihm gesteuerten Motorrad nicht mehr weiterfährt, ist eine Sicherstellung sinnlos.

Warum engagieren Sie sich in diesen Fällen?
Über die Internetseite www.kesselberg-online.de wurde ich auf die Sicherstellungen aufmerksam. Ich beteilige mich dort als »§§-Reiter«. Motorrad fahre ich seit 1980, derzeit eine Kawasaki ZX-10R. Mit meinem Engagement möchte ich verhindern, dass sich, ausgehend von der Kesselberg- und Sudelfeldstraße, eine rechtlich fragwürdige Sicherstellungspraxis auf ganz Deutschland überträgt.

Goldammer (Archivversion) - Abgefahren

Der Kanadier Roger Goldammer hat die Nortorious gebaut, die von einem Harley-Einzylinder mit 965 cm angetrieben wird, der am Hinterrad 83 PS bei 6500/min leistet. Statt des zweiten Zylinders kommt ein Rotrex-Kompressor mit 1,4 bar Ladedruck zum Einsatz. Der Aluminium-Tank ist handgedengelt und mit Klarlack überzogen. Gold­ammer arbeitet derzeit an einem verkleideten Rennbike mit einem ähnlichen Motoraufbau (Foto unten). www.goldammercycle.com.

KTM 450 XC und 525 XC (Archivversion) - Sport-Quads

KTM steigt in den ATV-Markt ein und stellt eine völlig neue Modellfamilie vor: Die Quads 450 und 525 XC präsentierten die Österreicher zunächst in den USA, nach Europa kommen sie im Sommer 2008. Angetrieben werden beide Vierräder von bekannten KTM-Einzylindermotoren mit 450 und 525 cm, die zu­-sätzlich mit einem Rückwärtsgang ausgerüstet sind. Das Chassis der 163 Kilogramm schweren Quads besteht aus Stahlrohr und Aluminium. Magura-Lenker, Öhlins-Federbeine und je zwei Vierkolbenbremsen vorn tragen zum sportlichen Image bei.

Der älteste Motorradfahrer Großbritaniens (Archivversion)

93 Lenze zählt der älteste Motorradfahrer Großbritanniens, Cyril McCaw Hopwood, der seit 78 Jahren verletzungsfrei fährt (Foto). Das hat die britische Versicherung Bennetts herausgefunden. Ebenso, dass Reg Scott, 90, seine Honda CB 600 jeden Tag bewegt, sich aber eine Harley kaufen will.

Film Resident Evil: Extinction (Archivversion) - Von Zombies und Klonen

Die Schauspielerin Milla Jovovich mimt in dem Film »Resident Evil: Extinction« Alice, die mit Hilfe übermenschlicher Fähigkeiten, einer BMW K 1200 R und eines beachtlichen Waffenarsenals Zombies tötet und die Welt rettet – all das mit Strumpfhaltern bekleidet. Das Böse in Gestalt Dr. Isaacs von der Umbrella Corporation, der durch einen Virus Menschen in Zombies verwandelt hat, bekämpft Alice mit einer ganzen Armada von teuflischen Alice-Klonen. Der Film startet am 27. September.

BMW-Umbau (Archivversion) - Schönheit

Der Amerikaner Ron Wood, der seit den 80er Jahren Einzylinder-Rennmotorräder baut, hat einen Flat Tracker mit Stahlrohrrahmen entwickelt, dessen Motor von der BMW F 800 stammt. Der Reihen-Twin ist mit höher verdichtenden Kolben ausgerüstet und leistet 90 PS am 19-Zoll-Hinterrad. Statt Benzineinspritzung sorgen Keihin-Vergaser fürs Gemisch. Details: 43er-Gabel, Penske-Federbein, Fiberglas-Tank, 32er-Brembo-Bremse hinten, Kette als Endantrieb. Internet: www.rotax.net.

Night of the Jumps startet wieder (Archivversion)

Wenn der Norweger Ailo Gaup den Heelclicker Flip (Foto) zeigt, toben die Massen. Nach sechs von 14 Wettbewerben führt Ailo Gaup die Weltmeisterschaft der Freestyler vor dem Franzosen Rémi Bizouard an. Jetzt folgt die zweite Saisonhälfe: Am 17. November treffen sich die Luftakrobaten der MX World Championship zum vorletzten Lauf in der SAP-Arena in Mannheim. Internet: www.ifmxf.com.

Interview mit Satoshi Isokari (Archivversion)

Satoshi Isokari, Designer der Serien-B-King, über den usprünglichen Entwurf der Suzuki und ihre Weiterentwicklung.
Die Suzuki B-King ist vor sechs Jahren als Designstudie vorgestellt worden. Sollte die Serienmaschine von Anfang an so aussehen?
Wir haben uns zuerst für ein anderes, modernes und agileres Aussehen entschieden, aber das Modell, das wir bauten, kam überhaupt nicht an. Die Leute, die wir fragten, wollten, dass der Charakter der B-King-Studie erhalten blieb. So fingen wir noch mal von vorn an und versuchten, das ursprüngliche Konzept an eine Serienproduktion anzupassen.

Gab es dabei Schwierigkeiten?
Als Studie war die B-King nicht für die Produktion vorgesehen, und das Design sollte vor allem Beschleunigung auf gerader Strecke ausdrücken. Ein Serienbike braucht aber auch gutes Handling in Kurven, was die Fahrwerks-Parameter entscheidend beeinflusst. Funktionalität und die ursprüngliche Designidee der B-King unter einen Hut zu bringen war nicht einfach.

Waren die großen Endschalldämpfer Ihre Idee?
Ja. Die großen Endschalldämpfer sind notwendig, um den Geräuschpegel einzuhalten, ohne Leistung zu verlieren. Da dachte ich mir, warum nicht ein radikales Styling entwerfen, das das Design des Show-Modells noch übertrifft. Einige finden sie ein bisschen zu groß, aber ich glaube, die großen Schalldämpfer tragen zur dynamischen Rückansicht bei.

Warum hat die B-King 184 PS, aber keinen Kompressor mehr wie die Studie?
Am Anfang sagten uns die Ingenieure, dass 150 PS für ein Naked Bike das Limit darstellen. Doch während der Testphase stieg die Leistung kontinuierlich an. Wir wollten ein Motorrad mit viel Power passend zum Aussehen. Die Vmax der Hayabusa ist höher, aber im unteren und mittleren Drehzahlbereich ist die B-King stärker. Ich glaube nicht, dass ein Fahrer der B-King einen Kompressor vermisst.

Aprilia Twinkle (Archivversion) - Der Renner

Der Brite Dave Pearce von der Firma Tigcraft hat den Motor der Aprilia SXV 550 in einen eigens gefertigten Stahlrohrrahmen mit einem Radstand von 1270 Millimetern eingebaut. Sein Projekt »Twinkle« ist noch nicht abgeschlossen. Pearce: »Ich möchte ein Gewicht von 105 Kilogramm erreichen und eine Leistung von 80 PS.“

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