Intro (Archivversion) BMW DR 1200 R; Yamaha FZ1 Abarth; Massimo Tamburini geht

Hola: BMW D 1200 R
Aber hallo: Zwei Spanier haben sich an eine BMW gewagt. Heraus kam die D 1200 R.

Eine BMW R 1200 R in ein neues, besseres Motorrad zu verwandeln, das hatten sich die Spanier Pablo Gonzalez de Chaves und Carlos Beltran vorgenommen. Zunächst entwarfen sie Zeichnungen, nutzten dann CAD-Software am Computer, um das Motorrad schließlich zu bauen. Nach Tests auf Rennstrecken brachten die beiden weitere Verbesserungen an. Die D 1200 R hat ein neues Design, eine Achsschenkellenkung und einen Aluminium-Brückenrahmen. Die Bremse vorn stammt von einer Buell XB12. Am Triebwerk haben die Spanier nichts geändert. Infos im Netz, allerdings nur auf Spanisch: www.dechavesgarage.com.


Das kommt raus
Die Europäische Kommission bastelt an einer neuen Emmissionsnorm für Motorräder. Jetzt geht der europäische Verband der Motorradhersteller, ACEM, in die Offensive. Der Vorschlag: Ab 2012 soll die Euro 4 für die Homologation neuer Motorräder mit mehr als 50 cm³ gelten, ab 2015 die Euro 5. Beide Normen entsprechen denen für Pkw, die seit 2005 die Euro 4 und ab September 2009 die Euro 5 erfüllen müssen – allerdings unterscheiden sich die Messzyklen. Für Bikes kommt dazu, was bei den Pkw bereits üblich ist: Kohlendioxid- und Verbrauchsmessungen sowie Überprüfung der Dauerhaltbarkeit der Abgassysteme. Was die EU-Kommission zu den Vorschlägen sagt, ist offen.


Honda-Rückrufe
In Deutschland ruft Honda 193 Motorräder vom Typ Deauville aus dem Modelljahr 2008 zurück, weil die Halterung des Neigungswinkelsensors überprüft werden muss. Unter Umständen ist eine der beiden Schrauben, die den Sensor halten, nicht korrekt angezogen. Löst sich der Senor, kann der Motor ausgehen. Ein weiterer Rückruf betrifft 632 Maschinen der CB 1000 R/RA aus dem Modelljahr 2009. Bei diesen Motorrädern fällt womöglich ein Teil des Rücklichts aus, dass dann zu dunkel ist. Der Austausch des Rücklichts dauert in der Werkstatt rund 45 Minuten; www.honda.de.


Beta Urban
Die italienische Motorradschmiede Beta präsentiert die Sondermodelle Urban Special, die für 3750 Euro von einem 125er-Yamaha- oder für 4450 Euro von einem 200er-Suzuki-Viertaktmotor befeuert werden. Jeweils plus Nebenkosten. Ausstattung: Sonderlack, Edelstahl-Auspuff, Wave-Bremsscheiben, schwarz eloxierte Felgen und aus dem Vollen gedrehte Naben. Telefon 06272/92080.


Tamburini geht
Massimo Tamburini, der die Ducati 916 und die MV Agusta F4 kreierte, war in den letzten 23 Jahren MV-Präsident Claudio Castiglioni verbunden und leitete dessen Entwicklungszentrum. Nach der Übernahme von MV durch Harley-Davidson trennen sich nun die Wege, zum Ende des Jahres verlässt Tamburini das Unternehmen. Motorräder will der Unentwegte weiter entwickeln – aber nicht mehr für MV.


Honda: Sport-Sparpläne
Unruhe bei den Honda-Motorradsportlern nach dem überraschenden Totalrückzug des japanischen Auto- und Motorradgiganten Honda aus der Formel-1-Weltmeisterschaft: Zwar bezog sich der von Honda-Präsident Takeo Fukui verkündete Sport-Stopp zunächst ausschließlich auf die teure Formel 1, dennoch gilt auch für die Zweiradabteilung der Honda Racing Corporation (HRC), deren Direktor Fukui 1987 war, ein generelles Sparprogramm. Anweisungen für konkrete Maßnahmen werden in Kürze erwartet.


Spiel mit mir: Ducati Desmosedici
Im Maßstab eins zu zwölf ist die Ducati Desmosedici samt Pilot Casey Stoner erschwinglich: 69,99 Euro kostet die Duc mit Elektromotor sowie Vorder- und Hinterrad-federung. Per Fernsteuerung begibt sich Stoner in Hanging-off-Position, und das Bike geht in Schräglage. Witzig, aber das Teil ist nicht ganz einfach zu fahren, braucht Platz und einen guten Untergrund. Der Akku ist schnell geladen, jedoch umständlich auszubauen; www.silverlit.de.


Kurz notiert
Jahresinhalt
Ab 22. Dezember gibt es das Jahresinhaltsverzeichnis von MOTORRAD 2008 im Internet: www.motorradonline.de/jahresinhalt.

XT-Dakar-Fazit
Zum 30. Jubiläum der Paris-Dakar-Rallye, die Cyril Neveu auf einer Yamaha XT 500 gewann, startet eine Jubiläumsfahrt mit XT 500 ohne Begleitfahrzeuge am 26. Dezember in Paris und endet am 14. Januar im Senegal. Infos: www.xt-500.de.

Pinguinos-Treffen
Vom 8. bis 11. Januar 2009 findet nahe Valladolid in Spanien das Wintertreffen Pinguinos statt. Internet: www.lapinguinos.com.

Egli-Kalender
Für eingefleischte Fans des Schweizer Tuners Fritz W. Egli gibt es „Egli – The Official Calender Book 2009“. Das Buch in A3-Größe lässt sich zu einem 24-seitigen Kalender im A2-Format aufklappen. Elementbuch Verlag, Preis: 48 Euro. Internet: www.egli-kalenderbuch.de.

Fehlerteufel
Honda wird die Varadero 125 weiterhin produzieren und verkaufen und nicht, wie in MOTORRAD 26/2008 berichtet, aus dem Programm nehmen.

Doppelt besteuert
Bei der Analyse von Original- und Zubehörteilen in MOTORRAD 22/2008 hat Honda die Ersatzteile für die CBR 600 F mit der doppelten Mehrwertsteuer versehen. Richtig besteuert kostet das Verschleißteilpaket, bestehend aus Batterie, Kettenkit, Bremsbelägen, Zündkerzen, Öl- und Luftfilter, 641,76 Euro. Das Alternativangebot von Louis bleibt mit 551,85 Euro dennoch günstiger.


Yamaha FZ1 Abarth
Eine Special Edition stellte Yamaha in Italien auf die Räder – die FZ1 Abarth Assetto Corso.

Wie kommt der Skorpion des italienischen Tuners Abarth auf ein japanisches Motorrad? Die Marke gehört seit 1971 zum Fiat-Konzern, der Yamaha im MotoGP sponsert. Passend zum 100. Geburtstag von Karl Abarth, einem gebürtigen Österreicher, der in seiner Turiner Firma unter anderen Fiat tunte, kommt die „Assetto Corse“ (Rennabstimmung) mit komplett einstellbaren Öhlins-Komponenten, Radialbremsen von Brembo, Akrapovic-Auspuff sowie Titan-, Karbon- und Alu-Teilen. Noch spricht Yamaha von einem Prototyp, doch sollen 2009 rund 400 Stück des Edelrenners gebaut werden.


Nachruf auf Werner Hiller
Für viele war er einfach der Suzuki-Hiller, für seine Freunde und guten Kunden der Werner. Als dienstältester Suzuki-Händler Deutschlands hat er nicht nur seine Marke fast 40 Jahre lang hochgehalten, sondern auch die Liebe zum Motorradfahren. Ab 1972 traf sich die Stuttgarter Motorradszene zum Feierabend-Bierle in seiner zur Suzuki-Werkstatt umfunktionierten Erdgeschosswohnung. Es wurde geschraubt, gebastelt und gelacht. Dabei half Werner seiner treuen Kundschaft, wo er helfen konnte, stand stets mit Rat und Tat zur Seite. Er war einer von den windgegerbten Fahrensleuten, ohne die es in Deutschland keinen Motorrad-Boom gegeben, der Szene etwas gefehlt hätte: die Leidenschaft und die Großzügigkeit. Am 9. Dezember ist Werner, der Suzuki-Hiller, nach kurzer Krankheit mit nur 67 Jahren verstorben.


60 Jahre Piaggio Ape
Der Piaggio Ape (Biene) wurde 1948 vor allem für Handwerker und Händler konzipiert und verkaufte sich in Europa mehr als zwei Millionen Mal. Größter Markt ist heute Asien: Piaggio baut in seinem Werk in Indien jährlich 150000 Stück einer Dieselversion mit 500 und 600 cm³. In Europa gibt es den Ape auch als Benziner mit 50 und 218 cm³.


Verkäufe in der EU
In 24 Ländern der Europäischen Union sind 2007 888476 Mopeds und Roller mit bis zu 50 cm³ verkauft und 1 514 366 Motorräder und Roller ab 51 cm³ neu zugelassen worden. Insgesamt sind das über 2,4 Millionen motorisierte Zweiräder. In Italien sind mit 566 655 Stück die meisten Bikes und Roller gekauft worden. Deutschland steht nach Frankreich und Spanien auf Platz vier. Im EU-Bestand waren 2006 12,9 Millionen Mopeds und 20,2 Millionen Motorräder und Roller ab 51 cm³– ein Zuwachs bei den Bikes ab 51 cm³ von 23 Prozent seit 2001. Produziert wurden in Europa 2007 1,16 Millionen motorisierte Zweiräder. Auch hier liegt Italien vorn.


Rallye-WM: Achtungserfolg für Rossi
Formel-1-Legende Michael Schumacher zieht es zu den Zweirädern, MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi zu den Autos. Nur wenige Tage nach seinen flotten Testrunden im F1-Ferrari setzte sich Rossi mit Beifahrer Carlo Cassina in einen Ford Focus des britischen Stobart-Teams – aber nicht für eine Probefahrt, sondern um beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft in England mitzufahren. Nach Platz 24 am ersten der drei Veranstaltungstage drehte Rossi auf und wurde
im Ziel als Zwölfter von 47 TeilneHmern in Wertung registriert.


Zum Schauen und Lesen
Der Fotograf Daniel Peirce hat für das Buch „The Fine Art of the Motorcycle Engine“ Motorradtriebwerke fotografiert. So klangvolle Namen wie Ariel Red Hunter oder Kawasaki Mach III sind unter den mehr als 60 Motoren zu finden, die schön ausgeleuchtet wie Metallskulpturen wirken. Der Text ist auf Englisch, macht aber nix, denn Daniel Peirce erzählt viel über sich und wenig über die Motorräder. Insofern ein schönes Buch zum Gucken. ISBN 978-1-84584-174-4, Preis 28,99 Euro, www.veloce.co.uk. Ganz anders das Reisebuch von Thomas Junker. Der Filmemacher berichtet im Band „Zwanzig Stunden in Tibet“ von der dramatischen Rettungsaktion seines Reisepartners Steffen Müller, der fernab jeder Zivilisation am Fuß des Mount Everest einen Darmdurchbruch erleidet. Daneben beschreibt er aber auch die Reise, wechselt also die Ebenen zwischen „Traum und Trauma einer Filmexpedition“ im Hochland Tibets. Salier-Verlag, Preis 14,90 Euro.


Sport kompakt
Superbike-WM wieder in Imola
Nach zweijähriger Pause kehrt die Superbike-Weltmeisterschaft 2009 wieder auf die traditionsreiche italienische Rennstrecke in Imola zurück. Während das „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ komplett renoviert wurde und eine neue Boxenanlage sowie einen frischen Streckenbelag erhielt, gastierten die Superbiker in Vallelunga bei Rom. Der WM-Lauf auf der um etwa 24 Meter gekürzten Piste – die eckige Schikane vor Start und Ziel wurde begradigt – soll am 27. September 2009 stattfinden.

BMW-Werksteam ist online
Wer die Aktivitäten des neuen BMW-Superbike-Werksteams möglichst hautnah verfolgen will, kann dies ab sofort im Internet tun. Unter www.alpharacing.com gibt‘s während der offiziellen Testfahrten und der WM-Rennen beispielsweise das Tagebuch von Werkspilot Ruben Xaus.

Rattray geht nach Amerika
Der südafrikanische Motocross-MX2-Weltmeister Tyla Rattray verlässt nach seinem Titelgewinn das KTM-Werksteam, um in den USA Karriere zu machen. Der 23-Jährige hätte nach den ursprünglichen Plänen von KTM ins MX1-Werks-team aufrücken sollen, wo er Teamkamerad des deutschen Cross-Talents Max Nagl geworden wäre.

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