Intro (Archivversion)

JvB-Scrambler

Jens vom Brauck hat eine 1000er-Monster zur puristischen Fahrmaschine umgebaut
Das Beste zu Anfang: Dieser Entwurf des Kölner Motorradbauers Jens vom Brauck (www.jvb-moto.com) muss kein Einzelstück bleiben. In Kürze sollen die Zubehörteile gefertigt werden, mit denen sich jede Monster ein Stück weit in Richtung dieses geradlinigen Scramblers modifizieren lässt. Ebenfalls möglich ist ein Komplett-umbau wie oben gezeigt: mit verkürztem Tank und knappem Frontschutzblech aus Karbon, Batterie unterm Sitz, gestripptem Heck, Speichenrädern, flacher Lampenmaske. Die jeweilige Ausstattung, etwa mit Auspuffanlage und Gabel, kann nach Kundenwunsch erfolgen.
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Cyril Despres‘ KTM für über 31000 Euro versteigert (Archivversion)

Der Verkaufserlös wird der Rückenmarksforschung zugute kommen. Die »Wings for Life«- Stiftung (www.wingsforlife.com) unterstützt medizinische Projekte zur Heilung von Querschnittslähmungen finanziell. Auf Ebay hat die Organisation im März 55 Artikel versteigert und dabei einen Erlös von mehr als 355000 Euro erzielt. Neben der Dakar-Sieger-Maschine von 2007 hatte zum Beispiel David Coulthards Formel-1-Bolide zum Verkauf gestanden.

Physik in der Fabrik (Archivversion)

Mit einem interaktiven Labor im Werk in Bologna bringt Ducati Schülern die Grundlagen der Physik nahe. Neben Lehrsälen für praxisorientierten Unterricht wurden dafür eigens spezielle Modelle angefertigt. Am X-Moto etwa, halb Motorrad, halb Fahrrad, »erfahren« Schüler Leistung und Drehmoment. Die Nutzung ist für europäische Schulen kostenlos. Info unter www.fisicainmoto.it und fisicainmoto@ducati.com.

Die Lücke zwischen Street und Speed (Archivversion)

Es verdichten sich Gerüchte, dass Triumph ein Modell zwischen Street Triple und Speed Triple schieben könnte. Auf Basis der mit 7350 Euro vergleichsweise günstigen Street Triple könnte ein besser ausgestattetes Modell aufbauen, das preislich gleichwohl klar unter der Speed Triple bleiben würde. Möglichkeiten zur Optimierung bietet unter anderem das Fahrwerk der 675er. Immerhin kostet die Speed Triple 3890 Euro mehr als das Einsteiger-Modell. Eine Menge Luft also, und es wird noch mehr, denn Triumph hat angekündigt, unter anderem den Preis für die Speed Triple Mitte des Monats anzuheben.

Rekord-Jagd auf dem Salz (Archivversion)

Schneller als 565 km/h soll die Salzsee-Ikone Sam Wheeler in seinem Streamliner fahren, um sich und dem Swissperformance-Team den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Motorräder zu sichern. Anfang September will das Team bei den BUB Speed Trials in Bonneville antreten. Teamchef Ruedi Steck hatte bei seiner Salz-Premiere 2007 mehrere Rekorde auf einer Feuling aufgestellt. Auch die möchte er in diesem Jahr verbessern. »Unser Ziel ist, die Feuling über 300 km/h zu bringen.« (www.swissperformance.ch)

Wahl-Entscheid ist meist nicht gleich Kauf-Entscheid (Archivversion)

Über 31000 Menschen haben sich an der Wahl zum »Motorrad des Jahres 2008« beteiligt, rund 116000 im vergangenen Jahr eine neue Maschine gekauft. Dabei zeigt sich: Die Kunden kaufen eher selten, wovon sie träumen. Das jedoch wählen sie sehr häufig. Speziell für Supersportler trifft dies zu. Warum sonst schaffte es keiner der japanischen Vierzylinder dort aufs Treppchen, wohl aber drei in die Top Ten der Zulassungsstatistik 2007?

Kurz Notiert (Archivversion)

Es ist Klang, kein Krach
Einen Soundcontest für Autos und Motorräder veranstaltet www.motoso.de. Die Internet-Platt-form für Kfz-Teile, Tuning und Service sucht »den schönsten Motorsound Deutschlands«. Über die Seite lässt sich bis zum 10. Juli 2008 ein Video mit entsprechender Klangkulisse hochladen.

Aktionstag bei Heilbronn
Die Verkehrspolizei Heilbronn veranstaltet mit Partnern am Sonntag, den 27. April 2008 zwischen 10.00 und 18.00 Uhr auf der Aussichtsplatte an der B 39 bei Löwenstein die Motorrad-Sicherheits-aktion »Platte III«. Eine Stuntshow unterhält, und es gibt eine Demonstration richtigen Bremsens, einen Geschicklichkeitskurs sowie geführte Touren.

Stilllegung
Honda will Anfang 2009 seine älteste Fabrika-tionsstätte in den USA schließen. Das Werk in Marysville/Ohio war vor 29 Jahren in Betrieb genommen worden. Unter anderem sind dort Gold Wing vom Band gelaufen. Eine Fertigung in Japan sei effizienter, heißt es.

Falscher Reifen
Im Upgrade der Kawasaki Z 750 (MOTORRAD 6/2008, Seite 155) steht, der Michelin Pilot Road 2 sei für dieses Motorrad freigegeben. Dies trifft nicht zu. Für die beiden Bridgestone-Paarungen gibt es eine Freigabe.

Berichtigung
Der Sieger des Tourenstiefel-Tests aus MOTORRAD 8/2008 heißt nicht wie dort geschrieben »Difi Explorer AX«, sondern »Difi Trail AX«. Ändert am Ergebnis aber nix.

Mehr Motorrad-Sicherheit (Archivversion)

Die »Verbesserung der Motorradsicherheit« streben das Innenministerium von Baden-Württemberg und der ADAC Württemberg an. Im Rahmen einer Anfang April ge-starteten gemeinsamen Initiative seien »den örtlichen Unfallkommissionen Unterlagen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken vom Innenministerium an die Hand gegeben worden«. Es soll unter anderem darum gehen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen, etwa mit Hilfe von Unterfahrschutz, baulichen Verbesserungen, Tempo-limits. Außerdem hat die Polizei »vier weitere zivile Videomotorräder im Wert von insgesamt 200000 Euro beschafft«. Hintergrund der Aktion: 2007 sind 127 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen im Land gestorben. Im Jahr zuvor waren es 13 weniger gewesen.

Kommentar: »Mehr Sicherheit? Ja, bitte“ (Archivversion)

Wer könnte etwas gegen mehr Sicherheit haben? Das Vorhaben, dem sich Baden-Württemberg und der ADAC widmen, ist nur zu begrüßen. Und wenn Staatssekretär Rudolf Köberle meint, »es verunglücken zu viele Motor-radfahrer«, kann dem nicht wider-sprochen werden.
Die Frage ist nur: Wie wird dem begegnet? Mit vier weiteren Video-motorrädern, die »rasende Motorradfahrer« ins Visier nehmen sollen. Auch dagegen kann man kaum etwas haben. Denn sicher werden die Beamten mit Sachverstand und Fingerspitzen-gefühl die wirklichen »Raser« genau erkennen. Außerdem ist Baden-Württemberg ja kein armes Bundesland. Deshalb ist zu erwarten, dass weitere Maßnahmen wie etwa die Förderung von Sicherheitstrainings und der Ausbau von Unterfahrschutz noch wesentlich mehr kosten dürfen als Anschaffung und Unterhalt der Videomotorräder. Wäre nur vernünftig und würde dem selbst gestellten Anspruch gerecht.
Michael Orth, Redakteur

Interview (Archivversion) - »Wir werden schocken müssen“

Professor Lutz Fügener lehrt an der Hochschule Pforzheim Transportation Design. In diesem Sommersemester sollen seine Studenten ein »Motorrad für die Jugend von morgen« entwerfen.

Wie haben Ihre Studenten, selbst alle Anfang 20, die Aufgabe aufgenommen?
Als sie erfuhren, dass sie in Konzept, Technologie und Design ein Motorrad für die Jugend von morgen zu entwerfen haben, waren sie geschockt.

Warum?
Unsere Hochschule wird weltweit hoch gerankt, und wir sind etabliert, was unter anderem das Design von Autos angeht. Die Studenten befassen sich regelmäßig mit Projekten für verschiedene Hersteller, vergangenes Semester etwa für Audi und VW. Aber Motorräder? Die sind ein unbeackertes Thema. Von den sechs Studierenden, die sich jetzt damit auseinandersetzen sollen, hat gerade mal einer den Motorradführerschein. Es fehlt ihnen diese Erlebniswelt.

Wie stehen die Studierenden dem Motorrad gegenüber?
Sie haben schlicht keine Bezie-hung zum Motorrad. Sie nehmen es als Designobjekt wahr, mehr aber nicht. Sicher, das Brachiale und die Ästhetik rührt sie an. Doch ein motorisiertes Zweirad zu entwerfen, das Jugendliche zum Motorradfahren bringen könnte, ist allein schon deshalb ungewohnt und ungewöhnlich, weil 95 Prozent der Designer-Jobs später in der Auto-Industrie warten.

Weshalb trotzdem ein Motorrad?
Mehrere Gründe. Zum einen gibt es vereinzelt Anfragen aus der Industrie. Zweitens werden sich qualitative wie designerische Anforderungen an das Motorrad mit dessen Status in der Gesellschaft weiter wandeln. Drittens steckt im Motorrad gerade unter den sich derzeit ändernden Bedingungen wie Umweltprobleme, Kraftstoffpreise und so weiter viel Potenzial als zukunftsfähiges Verkehrsmittel. Schließlich gibt es einen persönlichen Grund: Ich fahre selbst Motorrad und bin begeistert davon.

Wie führen Sie die Studierenden an die ungewöhnliche Aufgabe heran?
Wichtig ist, dass sie als Sozius Maschine und Fahrdynamik selbst er-leben. Außerdem sollen sie sich fragen: Wie müsste die Maschine aussehen, die ich selbst gerne hätte, wie wäre das Motorrad, das ich nutzen würde? Dabei soll die Inspiration nicht vor-rangig durch das kommen, was es schon am Markt gibt.

Sondern?
Zum Beispiel aus der Natur, der Tierwelt, aus dem Automobilbereich oder dem Fahrradsektor. Gerade bei den Mountainbikes etwa sind viele techni-sche Neuerungen im Design adaptiert worden, so dass sich eine neue Funk-tionsästhetik ergeben hat. Klar ist auf jeden Fall: Wir werden schocken müssen.

Konventionell? Allein die Gabel (Archivversion)

Einen Vierzylinder-Zweitakter in Kreuzform sieht Konstrukteur J. Jacek Synakiewicz (www.jjsdesign.net) als Antrieb für sein Konzept-Motorrad JJ2S X4 vor. Rein äußerlich schon ungewöhnlich, liegen die eigentlichen Besonderheiten im Inneren des 500-cm3-Motors: Die Laufbüchsen, in denen die Kolbenböden stecken, sind fest verschraubt mit der Kurbelwelle, die ihrerseits exzentrisch um eine Achse rotiert. Synakiewicz habe Geldgeber an der Hand und plane den Bau eines Prototyps.

Sonderheft MOTORRAD Unterwegs und neues MOTORRAD Classic (Archivversion)

Das unbekannte Herz Deutschlands und die Route 66 zwischen Bielefeld und Barntrup: nur zwei der vielen Touren, auf die Sie das neue Reise-Spezial – Schwerpunkt Europa – mitnimmt. Ebenfalls am Kiosk: MOTORRAD CLASSIC mit den potenten Schalen-Big-Bikes der 1980er.

Surftipp (Archivversion)

www.mopedmuseum.de: Was war das noch mal für ein Eisen, das damals der Herbert aus dem Nachbarort fuhr? Und hat der nicht immer was von 6,5 PS getönt? Die Internetseite von Frank Stegemann räumt so gut wie jeden Zweifel aus. Und macht Lust, sich mal wieder so einem ollen, knattern-den, miefenden Leicht- oder Kleinkraftrad zu widmen. Gleichsam als wohltuende Mischung aus Moped-Meditation und Aufarbeitung der persönlichen Vergangenheit.

Sport kompakt (Archivversion)

Schuberth-Helm für Schumacher
Michael Schumacher hat seine Leidenschaft für sportliches Motorradfahren entdeckt. Gründonnerstag fuhr er mit einer Honda Fireblade von IDM-Superbike-Meister Martin Bauer ein Hobbyrennen auf dem Pannoniaring, eine Woche später startete er bei der italienischen Super-Duke-Trophy (Foto) auf einer KTM und wurde Vierter. Der siebenmalige Formel-1-Champion nimmt sein neues Hobby ernst: Derzeit entwickelt er mit Helmpartner Schuberth einen Kopfschutz für die Zweiradeinsätze.

Platz acht für Reiterberger
Markus Reiterberger aus Obing belegt nach den ersten beiden Rennen zum Red-Bull-Rookies-Cup im Rahmen des Grand Prix von Jerez Platz acht in der Tabelle – der 14-Jährige hatte das Samstagsrennen als Neunter beendet und war am Sonntag auf Rang acht gefahren. Daniel Kartheininger, der zweite Deutsche, der die Nachwuchsrennserie dieses Jahr bestreitet, kam als 14. nur am Samstag in die Punkteränge. Zweifacher Sieger wurde der Spanier Luis Salom, zweimal Zweiter der Amerikaner JD Beach.

Podestplätze für Kehr
Mit zwei dritten Plätzen an den beiden Wettbewerbstagen der Enduro-E3-Weltmeisterschaft in Portugal beendete Marcus Kehr eine lange Durststrecke: Erstmals seit zehn Jahren stand wieder ein Deutscher bei einem Enduro-WM-Lauf auf dem Podest. In der WM-Tabelle rangiert der amtierende deutsche E2-Enduromeister aus Flöha bei Chemnitz nun auf Rang vier. Die Spitzenplätze belegten die KTM-Werksfahrer Aro Samuli und Marko Tarkkala, beides Markenkollegen von Kehr.

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