Kawasaki EL 250 (GK) (Archivversion)

Die niedrige und leichte Kawasaki EL 250 findet ihre Klientel speziell in Fahrschulen und bei Einsteigern. Das hochdrehende Triebwerk und eine schwache Batterie dämpfen jedoch die Begeisterung.

Ich habe auf einer EL 250 meinen Motorrad-Führerschein gemacht. Da mir diese Maschine auf Anhieb gut gefiel, legte ich mir eine 1989er EL mit einem Kilometerstand von 9500 zu. Besonders typisch ist, daß die Maschine nach längerem Stehen nicht mehr anspringt. Zum Glück kann frau sie auch mit Anschieben auf Trab bringen. Überhaupt ist das Startverhalten ziemlich mies. Wenn man den Luftfilter alle 4000 Kilometer mit Benzin reinigt, gibt es weniger Probleme. Im übrigen ist der Motor aber sehr unkompliziert: sehr geringer Öl- und Benzinverbrauch, laufruhig, drehfreudig und für eine 250er durchzugsstark. Das Fahrwerk ist durch sein geringes Gewicht handlich und auch bei höherem Tempo spurstabil. Die Sitzposition ist sowohl für für kleine als auch für größere Personen superbequem - was man von dem zu klein geratenen Soziussitz nicht behaupten kann. Eien Sissybar erhöht den Soziuskmfort radikal.Susanne Halbe, Wenden-OttfingenBei der ersten Inspektion meiner neuen EL 250 ließ ich die 33-PS-Gasschieber einbauen. Bei der ersten gründlichen Reinigung entdeckte ich unter der Sitzbank einen breiten Schlitz im hinteren Schutzblech. Durch ihn wurde der hochgewirbelte Schmutz ungehindert auf die Abdeckung des Luftfilters geschleudert. Die Öffnung wurde mit Silikon abgedichtet - hält auch nach sechs Jahren noch. Nachdem ich bei einer Fahrt auf der Autobahn das zweite Mal einen Seitendeckel unterhalb der Sitzbank eingebüßt hatte, war ich es leid. Beide Seitenteile wurden fünf Zentimeter von oben durchbohrt und ein etwas stärkerer Blechwinkel angeschraubt, dessen Ende nach oben unter die Sitzbank greift. Seit dieser Zeit ist Ruhe. Eine kleine Chopperscheibe, Schutzbügel und ein Topcaseträger wurden zusätzlich angeschafft. Bei jeder 5000-Kilometer-Inspektion werden immer neue Zündkerezen eingesetzt. Zum Kerzenwechsel ist fast das halbe Motorrad auseinander zu nehmen. Die Ölstandskontrolle im Schaglas ist miserabel.Manfred Temme, BielefeldIm August 1993 habe ich mir als Führerscheinneuling im Alter von 33 Jahren eine gebrauchte EL 250 mit 37 000 Kilometern für 3900 Mark gekauft. Nach kleineren technischen und optischen Ausbesserungen habe ich mich in die Kleine fast verliebt, weil sie für Frauen und Einsteiger ohne Fahrpraxis die ideale Sitzposition hat und sehr leicht und handlich zu bewegen ist. Die Fahrleistungen sind für eine 250er mit 27 PS dank dems drehfreudigen Motors gut. Nachdem mein Mann die Kupplung repariert hat, funktioniert das Anfahren auch bergauf tadellos.Petra Brodoel, Bad TeinachMeine EL 250 E, Baujahr 1991, kaufte ich 1993 als US-Modell mit 5400 Meilen. Entscheidende Kaufkriterien waren für mich die niedrige Sitzposition, das geringe Gewicht, das gute Handling und das Design. Inzwischen habe ich gut 11 000 Meilen zurückgelegt, und selbst auf weiten Touren ( Elsaß, Rügen, Toscana und Elba) hat mich meine kleine EL nie im Stich gelassen - bis auf einen Wackelkontakt im Zündschloß, der aber nach längerer Suche mit Kontaktspray zu beheben war. Der drehfreudige Motor erfordert mangels Durchzug bis zum mittleren Drehzahlbereich einen flinken linken Fuß: Will frau ein Hindernis überholen, muß schon mal mehrere Gänge zurückgeschaltet werden. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und Drehzahlen jenseits von 13 0000/min sind für eine 250er beachtlich. Zum Verschleiß: Die originalen Dunlop-Reifen tragen zum gutmütigen Fahrverhalten bei und zeichnen sich durch eine Laufleistungvon vorn 14 000 und hinten 10 0000 Kilometern aus. Der RK-Kettenkit von Gericke hielt 16 000 Kilometer. Obwohl ich schon seit mehr als einem halben Jahr den offenen Führerschein habe, kann ich mich von meiner kleinen EL noch immer nicht trennen. Irgendwann wird für längere Touren wohl doch ein Zweitmotorrad nötig sein.Christine Zetzsche, Großdalzig

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote