Kawasaki EN 500 (GK) (Archivversion)

Kawasaki EN 500-Treiber sind genügsame und zufriedene Kunden. Nur wenn der Zahnrienantrieb quietscht, fühlen sie sich unbehaglich.

Nach vielen Händlerbesuchen und Probefahrten kaufte ich Anfang 1995 eine neue EN 500. Die Begeisterung für dieses Motorrad war und ist groß. Allerdings habe ich schnell Umbauten vorgenommen, die erst ein wirklich gutes Choppergefühl aufkommen lassen, wie zum Beispiel vorverlegte Fußrasten von Seeger, einen breiten Lenker von Hagen und Stahlflex-Bremsleitungen von Lukas, um den Druckpunkt zu verbessern.Peter Seher, ErkenschwickMeine Kawasaki EN 500, Baujahr 1992, kaufte ich im Juni 1996 mit 17 500 Kilometern für 5500 Mark. Mittlerweile habe ich 4500 Kilometer zurückgelegt und bin begeistert. Bei einer Körpergröße von 1,70 Meter erreiche ich mit den Füßen den Boden gut. Leider besitzt das Motorrad keinen Hauptständer, was den Ausbau der Räder erheblich erschwert. Das Zündschloß wäre im Bereich des Lenkers besser angebracht. Ärgerlich, wenn bei voller Fahrt auf Reserve umgeschaltet werden muß. Der Hahn ist kaum zu finden und die Umstellung so fummelig, daß das mit Handschuhen nicht immer gelingt. Ein weiteres Ärgernis ist der Chokehebel. Er besitzt nur zwei Stufen und läßt sich nicht stufenlos regeln. Bei Stufe zwei heult der Motor jämmerlich, und Stufe eins ist bei winterlichen Temperaturen nicht ausreichend.Eva Isele, Lauchringen Meine EN 500 kaufte ich im Frühjahr 1991 neu. Die Maschine hat 50 PS und ist sehr spritzig. An Ampeln wundern sich so manche Mopedfahrer, daß ich sie mit meinem Chopper alt aussehen lasse. Derzeitiger Kilometerstand: 94 000. Die Maschine wird fast täglich im Sommer wie im Winter 50 Kilometer bewegt plus einer großen Urlaubstour von 3000 Kilometer jährlich. Bisher habe ich neben normalem Verschleiß nur einen außergewöhnlichen Schaden zu verzeichnen. Nach rund 38 000 Kilometern riß mir der Antriebsriemen. Der Riemen kostete 1993 (ohne Einbau) 422 Mark. Einen Kulanzantrag schmetterte die Firma Kawasaki ab. Bei Kilometerstand 86 800 war 1996 wieder ein neuer Zahnriemen fällig - jetzt verlangte Kawasaki fast 750 Mark. Für mich unverständlich, wieso ein Stück Gummi so viel Geld kostet. Mit den Metzeler-Marathon-Reifen fahre ich finanziell am besten. Der Hinterradreifen hält im Schnitt 15 000, der Vorderradreifen 30 000 Kilometer. Die Sitzposition ist für mich mit einer Größe von 1,75 Meter genau richtig. Auch die Soziustauglichkeit ist außergewöhnlich gut. Ich würde die EN 500 immer wieder kaufen, obwohl sie etwas seltsam aussieht.Christoph Gülden, Zülpich (( 100-Mark.Tip))Meine EN kaufte ich 1993 und habe seitdem rund 35 000 Kilometer zurückgelegt. Der Motor ist zuverlässig und springt immer an - auch bei Temperaturen unter null Grad. Für die kalte Jahreszeit ist es ratsam, die Leerlaufdrehzahl etwas zu erhöhen, um das Kaltstartverhalten noch zu verbessern. Für kurze Strecken im Winter machen sogar Zündkerzen mit niedrigerem Wärmewert (NGK DR 8 ES-L) Sinn. Mit zusätzlichen Kabelbindern und einer günstigeren Verlegung habe ich diverse Kabel anders verlegt, um Hitzeschäden vorzubeugen. Besonders nervig war auch, daß die Schraube für den vorderen Sitzbank-Haltehaken häufiger verloren ging. Eine passende Senkkopfschraube mit zwei Unterlegscheiben schaffte Abhilfe. Um die Seitendeckel diebstahlsicher zu machen, habe ich Schlauchklemmen so befestigt, daß die Schraubenschlitze nur von oben bei abgenommener Sitzbank erreichbar sind. Im Zwei-Personen-Betrieb schlagen die Federbeine schon mal durch.Bernd Gohlicke, Laufen

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