Kawasaki nimmt Stellung (Archivversion)

...zu den VibrationenVibrationen an der ZX-12R sind uns nicht unbekannt. Hinweise über derartige Problematiken wurden von uns an den Hersteller nach Japan weitergeleitet. Starke Vibrationen können in Einzelfällen durch exakte Synchronisation der Einspritzanlage gemindert werden. ...zum KonstantfahrruckelnBei dem Modell A1, Baujahr 2000, ist das Phänomen bekannt. Es gab eine Empfehlung an die Händler, an Maschinen, bei denen extremes Konstantfahrruckeln auftritt, die Einstellung des Drosselklappenpotentiometers zu überprüfen. In einigen Fällen konnte der Austausch der Serien-ECU (Steuergerät) gegen eine speziell für den Betrieb in Höhenlagen entwickelte Einheit Besserung erzielen. Bei dem Modell A2, Baujahr 2001, tritt dieses Phänomen nicht mehr auf. Bedingt durch die elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung auf 299 km/h und die damit verbundene Änderung des Kennfelds der Einspritzung können die 2000er-Modelle jedoch nicht mit der ECU-Einheit des 2001er-Modells ausgerüstet werden. ...zum defekten SteuerkettenspannerBislang gab es keinerlei diesbezügliche Probleme. Ein untypischer Schaden....zur verschlissenen KupplungDie Kupplung an der ZX-12R ist keinesfalls unterdimensioniert. Übermäßige Belastungen sowie Bedienungsfehler können die Ursache für schnellen Verschleiß sein. Des Weiteren ist es unbedingt erforderlich, die von Kawasaki vorgeschriebene Ölqualität SE, SF oder SG (bei SH oder SJ mit JASO MA-Spezifikation) einzuhalten. Es dürfen auch keine so genannten »Leichtlauföle« verwendet werden, da diese mit Additiven versetzt sind, die nicht nur die Beläge der Kupplungslamellen angreifen, sondern im Extremfall auch die Schmierleistung beeinträchtigen können. ...zu dem hakeligen TankschlossDerartige Probleme sind uns nicht bekannt. Bedingt durch den ständigen Kontakt mit Benzin könnte es zu einer Schmiermittel-Auswaschung des Schlossmechanismus gekommen sein. Ein paar Tropfen Allzwecköl können da Wunder wirken....zu dem RadlagerschadenMöglicherweise ist durch die Reinigung mit dem Dampfstrahler Wasser in die Lager eingedrungen, so dass es zu Korrosion kam. Wir betrachten diesen Schaden als Einzelfall. ...zum GetriebeschadenBislang ist Kawasaki weltweit kein ähnlicher Fall bekannt. Aus der Sichtuntersuchung der Trümmerstücke kann keine aussagekräftige Rekonstruktion des Schadensverlaufs oder eine Ursache abgeleitet werden. Das Getriebe wird von uns schnellstmöglich zum Hersteller nach Japan zu einer genauen Untersuchung und Materialprüfung gesandt. Der Befund ist ausschlaggebend für weitere Schritte. Bis zur endgültigen Klärung besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung.

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