Kawasaki steht Rede und Antwort Nicht in allen Segmenten

Obwohl Kawasaki in Sachen Modellentwicklung derzeit zu den fleißigsten Herstellern zählt, wird ein wichtiges Segment auch im kommenden Jahr nur halbherzig bedient: die 125er. Die Honda CBR 125 R bleibt weiterhin konkurrenzlos. Warum übt Kawasaki hier eine solche
Zurückhaltung?
Kawasaki bedient seit Bestehen der Firma aus strategischen Gründen nicht alle Segmente der Zweiradpalette. Dies wird auch in absehbarer Zukunft so bleiben. Da weltweit fürs 125er-Segment nicht genügend lukrative Nachfrage besteht, konzentriert sich Kawasaki auf andere Kategorien, die dafür mit entsprechendem Nachdruck bedient werden.
Der noch ungleich größere Hersteller Honda scheint durch seine thailändischen und brasilianischen Fabriken in diesem Segment genügend
lukrative Nachfrage für seine Produkte zu finden.
Kawasaki Heavy Industries ist ein Global Player mit einem riesigen Konzern im Hintergrund, der neben den sogenannten Consumer Products, zu denen unter anderem Motorräder ge-
hören, noch viele weitere Geschäftsbereiche in sich vereint.
Das Produktionsspektrum reicht beispielsweise von Brücken, Containerschiffen und Öltankern über Hochgeschwindigkeitszüge
wie den berühmten Shinkansen, Helikoptern und Jets bis hin
zu Industrieanlagen wie Kraftwerken, Tunnelbohrmaschinen, Gasturbinen oder Umwelttechnologien wie Müllverbrennungsanlagen. Daran erkennt man, dass der Motorradbau nur einen beschränkten Teil des Gesamtunternehmens ausmacht und mit dem Fokus auf Imagebildung klar differenziert, welche Segmente bedient werden und welche nicht.

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