Kawasaki VN 1500 Classic (T) (Archivversion) Volumen-Modelle: Die Konkurrenten

Viel Hubraum, viel Blech, wenig Plastik - das ist das einstimmige Motto bei den großen C-Modellen. Wobei C nur in einem Fall für Chopper steht: bei der Suzuki VN 1400, dem Bestseller der Big Block-Fraktion. Ihre besonderen Kennzeichen - schörkelloses Erscheinungsbild, Buckhorn-Lenker, großes Vorderrad - wecken mittlerweile nostalgische Gefühle, denn der Klassentrend geht längst klar in eine andere Richtung: C wie Cruiser.Cruiser tragen vorn und hinten fettbesohlte, kleine Räder, die in Respektabstand voneinander rollen und von voluminösen Kotflügeln umschlungen werden. Gern gesehen, wenn auch nicht Pflicht, sind Trittbretter statt Fahrerfußrasten und in die Tankoberfläche eingelassene Instrumentenblöcke, während ausladende Lenkergeweihe unbedingt dazu gehören. Stilbildend war wieder einmal Harley-Davidson mit der Fat Boy, die sich als Besonderheit ein Softail-Heck und Scheibenräder gönnt.Die Honda VT 1100 C2 zählt optisch zu den besonders gelungenen Interpretationen des Cruiser-Themas. Ihr Motor steht zu den typischen Vibrationen seines 45-Grad-Layouts, wirkt aber ein bißchen schwach auf der Brust. Ganz im Gegenteil zur Honda F6 C, die motorisch besonders dick aufträgt: 1,5 Liter Hubraum, sechs Zylinder in Boxerformation, um die 100 PS, die am Kardanstrang drehen. Kein Frage, daß dieser Koloß Maßstäbe in Sachen Vorwärtsdrang und Laufkultur setzen wird, wenn er denn im Herbst auf den deutschen Markt kommt.Bis dahin kann sich die Yamaha Royal Star als gekrönter König in Cruiserkreisen feiern lassen. Aus 1300 Kubik, verteilt auf vier zum Vau gewinkelte Zylinder, schöpft sie lässig 74 PS - genug für herrschaftliche Zeiten auf zwei Rädern.

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