Kawasaki VN 800/1500 Drifter Modell 2001 (V) (Archivversion) MV Agusta

Lässt man rationale Argumente außen vor, gebührt der MV Agusta Brutale, der Preis für die aufregendste Interpretation des mitunter etwas zu sachlich vorgetragenen Themas Motorrad. Von der 750 F4 aus eigenem Hause abgesehen, gibt es derzeit nichts vergleichbar Faszinierendes wie diese herrlich unvernünftige Schöpfung mit dem irreführenden Namen. Brutale kann nämlich unmöglich etwas mit gewalttätig zu tun haben. Zu filigran die Details, zu verspielt die Linienführung, zu perfekt die Ausstrahlung dieses Gesamtkunstwerks.Wobei das wenig überraschend ist. Schließlich basiert die Brutale auf der Basis des Supersportlers F4. Bestückt mit dem bekannten, leicht modifizierten 750-cm3-Triebwerk und aufbauend auf dessen sensationell gutes und äußerst sportliches Fahrwerk, wurde lediglich an der Peripherie Hand angelegt. Auspuff, Tank, Sitzbank sowie Frontpartie und Rohrlenker sind für das eigenständige Erscheinungsbild der Unverkleideten hauptverantwortlich. Dabei haben die Italiener aber nicht vergessen, selbst kleinste Karbonblenden und Bleche dem Charakter der Brutale anzupassen. Die goldfarbenen Gussteile und Räder stellen nicht nur den Bezug zur sündhaft teuren Oro-Version der F4 her, sondern es handelt sich tatsächlich um teures, leichtes Magnesium. Ein Sonderangebot darf man also nicht erwarten, genauso, eine dieser Schönheiten bereits nächstes Frühjahr beim freundlichen MV-Händler im Schaufenster zu sehen. Gut Ding will bekanntlich Weile haben.

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