Kawasaki Z 1000 (GK) (Archivversion)

Da haben wir’s wieder, das Nostalgie-Syndrom: Alle Besitzer lieben ihre Z 1000. Nur die hohen Ersatzteilpreise werden beklagt.

Als die Z 1000 1977 das Licht der Welt erblickte, war ich gerade 17 Jahre alt - damals für mich ein unerschwinglicher Traum. 1991 endlich konnte ich mir diesen Jugendtraum erfüllen: Für 5000 Mark erstand ich meine 1978er Z 1000. Bis heute hat sie mich nicht im Stich gelassen. Voraussetzung ist natürlich eine gute Pflege und Wartung, speziell die Krankheiten wie Steuerkettenspanner und Lichtmaschinenrotor müssen ständig beobachtet werden.Götz Amler, CelleSeit 1979 fahre ich eine Z 1000 A1. Mein geliebtes Motorrad befindet sich noch immer im Originalzustand, das heißt Motor, Getriebe, Kupplung und selbst die Steuerkette wurden bis zum heutigen Tage nicht ausgetauscht. Und das bei einer Laufleistung von sage und schreibe 170 000 Kilometern. Der Verbrauch liegt zwischen vier und sieben Litern ohne nennenswerten Ölverbrauch. Und als ich einmal glaubte, die letzten Tage meiner Kawa seien gekommen, stellte sich heraus, daß es sich nur um eine defekte Sicherung handelte. Der einzige Mangel waren die rostenden Auspufftöpfe, die ich zirka achtmal erneuern mußte.Rainer Bauerreis, SchweinfurtMeine Z 1000 habe ich 1978 neu gekauft - heutiger Kilometerstand 180 000. Bis auf die Elektrik und das labile Fahrwerk ist die Technik grundsolide. Die einzigen Schwachstellen des Motors sind die Ventilführungen und Schaftdichtungen. Da die Kawasaki-Teile unverschämt teuer sind, verwendete ich anläßlich einer Motorüberholung entsprechende Teile für einen BMW 320i, Baujahr 1984. Man muß die Führungen außen zwar abdrehen lassen, dennoch spart man immer noch rund 50 Prozent - außerdem ist die Qualität viel besser.Peter Steegmüller, WürzburgEndlich. 1987 konnte ich eine Z 1000 A1, Baujahr 1977, erstehen. Sie hatte erst 12 000 Kilometer gelaufen und war in einem sehr schönen (und ich daher in einem entzückten) Zustand. Die originale Zündung ersetzte ich durch eine kontaktlose von Piranha, was zwar Wartungsfreiheit, aber leider keine Reduzierung des Spritverbrauchs brachte - Vollgas auf der Autobahn wurde weiterhin mit zwölf Litern bestraft. Außer der Trinksucht hat die Z 1000 auch einen Hang zum Rauchen, denn sie braucht bis zu einem Liter Öl auf 1000 Kilometer. Liegt, so sagt man, an ausgehärteten Ventilschaftdichtungen - ein Wechsel derselbigen schaffe aber auch nur für einige tausend Kilometer Linderung. Übrigens, mein Motor ist trotz des Kilometerstands von 71 000 noch ungeöffnet - dokumentiert durch die unberührten Blomben aus Butter-Käse-Legierung, die Kawasaki seinerzeit Kreuzschlitzschrauben nannte.Stefan Herwagen, KölnIch fahre meine Z 1000 A2, abgesehen von der Vier-in-vier-Auspuffanlage der Z 900, in völlig originalem Zustand. Die Ersatzteilversorgung ist noch sehr gut, aber sehr, sehr teuer: Bei Kilometerstand 100 000 habe ich meine Z 1000 gründlich restauriert - Teilekosten 8000 Mark.Gerhard Glass, RodgauDas lästige Gefummel zum Nachspannen der Steuerkette entfällt, wenn man den automatischen Spanner der Z 1000 MK II einbaut. Die Vergaserbatterie der Z 1000 J und R paßt relativ problemlos und bringt besseren Durchzug sowie besseres Kaltstartverhalten. Die Metzeler-Bereifung ME 33 vorn und ME 99 hinten hat sich als sehr alltagstauglich und mit einer angemessenen Lebensdauer bewährt.Wolfgang Rohden, Ludwigsburg100-Mark-Tip

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