Kawasaki Z 750 (Archivversion) Kawasaki Z 750

Eine Neuheit zwischen den Messen, die Kawasaki Z 750 Jahrgang 2007, zischte kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe per Elektronenpost ins Haus. Leibhaftig wird sie erstmals auf der kommenden Eicma in Mailand ab 13. November gezeigt, doch schon die ersten Fotos überzeugen voll und ganz. Eng an den Stil der Z 1000 angelehnt, aber nicht so überbordend mit Spitzen, Ecken und Kanten versehen, gefällt die 750er manchem sogar besser als die große Z.
Die auffälligste Schwäche der alten Z 750 bestand in der ziemlich laschen Dämpfung der Gabel, und die Produktplaner von Kawasaki wollen sie offenbar mit einem Schlag vergessen machen, indem die neue gleich eine Upside-down-Gabel erhielt, deren Abstimmung den »höheren Belastungen bei sportlichem Fahren besser angepasst« sein soll. Auch der neue Rahmen mit zusätzlichen seitlichen Streben sowie eine leicht modifizierte Fahrerposition würden zu einer besseren Rückmeldung des Fahrwerks an den Fahrer beitragen. Analog zur Z 1000 wirken diese Streben in Kombination mit der Aufnahme des Motors hinter dem Zylinderblock zugleich als Vibrationsdämpfer.
Der relativ langhubige Vierzylindermotor erhielt ein nicht näher beschriebenes, nur in Gestalt der Auspuffanlage sichtbares »re-tuning«. Es habe im mittleren Drehzahlbereich eine flachere Drehmomentkurve bewirkt, ohne die Drehfreude des früheren Aggregats zu opfern. Weil zugleich die Homologation nach Euro 3 und damit unausweichlich der Wechsel zu einem geregelten Katalysator anstand, übersetzt MOTORRAD diese Nachricht so, dass die Spitzenleistung von bislang 110 PS nur wenig reduziert werden musste. Was der Z 750 selbst im Vergleich mit der neuen Honda Hornet oder der Yamaha FZ6 Fazer S2 einen spürbaren Vorteil sichern dürfte.

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