Kawasaki Z 900 Z1 Bj. 1976 (T) (Archivversion)

Eigentlich sei sie unverkäuflich, die Z 900, meint Bernd Burbulla. Aber um mal einen Eckwert zu nennen, beziffert der Stuttgarter Kawasaki-Händler (Telefon 0711/6572131) den Wert seiner privaten 900er, Baujahr 1976, dann doch auf zirka 8000 Mark. Dafür steht sie aber auch fast wie aus dem Laden da und hat relativ wenig Kilometer auf dem Buckel. Eine gute Basis bieten oft schon Angebote ab 5500 Mark. Das Erfreuliche: Mal abgesehen von den meisten Lackteilen darf die Ersatzteilversorgung grundsätzlich als gesichert gelten. Und über Gebrauchtteile-Händler läßt sich irgendwie auch ein ordentlicher Tank beschaffen. Allerdings kommen die meisten Teile - wie bei fast allen alten Japanern - recht teuer zu stehen. Vor dem Kauf einer noch zu restaurierenden Maschine also unbedingt bei einem vertrauenswürdigen Händler die Preise für benötigte Ersatzteile erfragen.Die mechanische Basis der 900er, ganz egal ob Z1 oder Nachfolger, ist gesund, bei normaler Beanspruchung braucht die Kurbelwelle so um die 60000 Kilometer eine neue Lagerung. Für Ärger sorgten gelegentlich Risse des Zylinderkopfs, die sich vom Auslaßventil zur Kerze zogen. Wenn in dieser Hinsicht ein Anfangsverdacht besteht, kann nur noch ein Kompressionsdiagramm weiterhelfen. Auch die dumme Angewohnheit, mit ihren hochfrequenten Vibrationen die Glühlampen gleich reihenweise zu zerrütten, hat die Kawa nie ablegen können. Das eher simpel gestrickte Fahrwerk reagiert ziemlich sensibel, wenn die Kunststoffbuchsen der Schwingenlagerung ausgeschlagen sind.Weniger besorgniserregend ist, wenn die Vergaser des alten Schätzchens spinnen: Fast immer verhindern Ablagerungen, oft nach langer Standzeit, eine korrekte Funktion. Nach gründlichem Reinigen schnurrt der Vierzylinder wieder wie gewohnt.

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