Kawasaki Zephyr 750: Gebrauchtberatung (Archivversion)

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Einen Vorbesitzer mehr, dafür aber nur 23800 Kilometer Laufleistung weist das zweite Besichtigungsobjekt auf. Der Anbieter erwarb die 1993er-Zephyr vor knapp zwei Jahren für 2900 Euro von einem Händler, wo sie zuvor »technisch überholt wurde«. Was genau damals gemacht wurde, entzieht sich jedoch seiner Kenntnis. Mangels Scheckheft bleibt auch die Vorgeschichte im Dunkeln.

Weil der Besitzer, ein offener und ehrlicher Typ,
der sich »nicht besonders gut mit Motorrädern
auskennt«, die Kawasaki nur rund 1500 Kilometer bewegte, ist er sichtlich schockiert, als nach kurzer Untersuchung eine längere Mängelliste zusammenkommt. Auffälligste Posten sind das zerbrochene Drehzahlmessergehäuse sowie Kratzer an Endschalldämpfer, Lampenring und Sturzbügel, die von einem Umfaller beim Rangieren herrühren. Außerdem tritt im Bereich des Zylinderkopfs sowie am linken Gabeldichtring Öl aus. Die fehlenden Markenembleme
am Tank sowie Schleifspuren unter dem Lack lassen auf eine nachträgliche Lackierung schließen. Des Weiteren zeigen rostige Schellen und zahlreiche
Salzflecken auf den Alu-Teilen, dass es der Erstbesitzer mit der Pflege nicht so genau nahm. Ins Bild passen ebenfalls der abgelaufene TÜV und der
wegen nicht synchron arbeitender Vergaser unrund laufende Motor. Daraufhin erklärt sich der Verkäufer
ohne Umschweife bereit, die Verhandlungsbasis
auf 2000 Euro zu reduzieren, was aber immer noch zu teuer ist.

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