Kawasaki ZR-7S (Top-Test: offene Version) (Info: 34 PS-Version) (Archivversion)

Der kleine Unterschied besteht in 16 ebenso kleinen Bohrungen. GroßeWirkung: 33 PS weniger. Die Bohrungen befinden sich oben in den Gasschiebern der 34-PS-Variante. Sie sorgen dafür, dass der Unterdruck, der über Membranen die Schieber nach oben zieht, ab einer bestimmten Höhe ausgeglichen wird. Die Schieber können also nie den gesamten Ansaugquerschnitt freigeben, der Motor nicht auf 71 PS kommen.Bis zu diesem Punkt des Druckausgleichs jedoch – und das ist ein großer Vorteil dieser Drosselmethode – arbeitet der 750er-Vierzylinder als wäre er offen. Zügiges Beschleunigen aus niedrigem Tempo ist also garantiert, selbst auf engen, kurvigen Straßen fällt die ge-ringere Leistung kaum auf. Erst wenn es länger geradeaus geht, beginnt man die fehlende Leistung zu vermissen. Weil das maximale Drehmoment mit der Drosselung recht früh erreicht wird, braucht der Motor nicht höher als 7000/min auf dem Drehzahlmesser gedreht zu werden – tatsächlich sind das dann immer ein paar Umdrehungen weniger. Dann hat der nächste Gang sauberen Anschluss.Was das Fahrwerk der Kawasaki ZR-7S zu bieten hat, dürfte Einsteigern viel Spaß bringen. Dank der mustergültigen Neutralität über den gesamten nutzbaren Schräglagenbereich fällt es auch bei schwierigen Verhältnissen leicht, Vertrauen zu ihr zu fassen. Zart gebaute Fahrerinnen und Fahrer sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass sie sich mit einem 234 Kilogramm schweren Brocken und 810 Millimeter Sitzhöhe einlassen. Keine zwingenden Gründe, die Kawa nicht zu wählen, aber besser, man weiß es vorher und kann dann eventuell die als Zubehör erhältliche niedrigere Sitzbank kaufen.

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