Kawasaki ZX-12R: Gebrauchtberatung (Archivversion)

ReifenSerienmäßig rollt die große Grüne mit 200er-Schlappen von Bridgestone oder Dunlop vom Band. Der Dunlop D 207 hielt im MOTORRAD-Dauertest durchschnittlich 4700 Kilometer, leider mit Abstrichen beim Fahrkomfort und einem starken Aufstellmoment beim Bremsen. Der Bridgestone BT 010/011 erwies sich als die bessere Wahl. Mit mächtigem Grip über den gesamten Schräglagenbereich sowie homogenem Fahrverhalten lief er 6200 Kilometer und ist somit für den Alltag besonders zu empfehlen. Der extra für Leistungsmachos entwickelte Michelin Pilot Sport HPX schaffte im Test gar 8200 Kilometer, er kann aber beim Fahrverhalten dem Bridgestone nicht das Wasser reichen. Wer auf das Prestige der dicken Pelle verzichten kann, montiert Reifen in handlicherer 190er-Dimension, Freigaben bietet Alpha-Technik (zirka 70 Euro) für verschiedene 190er von Avon, Bridgestone, Dunlop, Michelin und Pirelli.FahrwerkEinziger Kritikpunkt am Fahrwerk der ZX-12R ist das etwas zu soft abgestimmte Federbein. Die Überarbeitung der Ventile und eine härtere Feder kostet bei Tuning-Spezialisten wie zum Beispiel Hubert Hofmann in Rottenburg ab 125 Euro. Wer mehr Geld ausgeben möchte, bedient sich der Austauschdämpfer von Öhlins, Wilbers, Withe-Power und Co.ErgonomieLieber auf dem Land um verwinkelte Kurvenkombinationen jagen, als auf der Autobahn den Geschwindigkeitsbegrenzer malträtieren? Mit Superbike-Lenker-Umbaukits von ABM oder LSL ab zirka 340 Euro gehen Schräglagenwechsel leichter von der Hand. Nachteil: Der Schwerpunkt wandert nach hinten, und der Fahrer bringt bei hohen Geschwindigkeiten Unruhe ins Spiel.

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