Kawasaki ZX-6R (Archivversion)

Kawasaki ZX-6R

Schon merkwürdig: Alles schaut gebannt auf die 1000er-Superbikes, dabei bieten die 600er mit rund 200 PS nach wie vor die höchsten Literleistungen und die größte Leistungsdichte aller Klassen. Mit den 636ern hatte sich Kawasaki dem zähen Ringen zeitweilig entzogen, doch jetzt melden sich die Grünen mit einer Neukonstruktion zurück.
Weil der Motor bisheriger ZX-6R in seinen Grundzügen immer noch auf das Jahr 1999 zurückging, nahmen die Kawasaki-Ingenieure alle Erfahrungen mit dem extrem leichten und kompakten 1000er-Triebwerk
zusammen und übersetzten sie in den kleineren Hubraum. Besonders beim Zylinderkopf wird ein enormer Aufwand getrieben, wie beim 1000er werden die Einlasskanäle von Hand geglättet. Der neue 599er drückt, so wird selbstbewusst verkündet, nicht nur am meisten Drehmoment im mittleren Bereich, sondern dreht auch höher als alle anderen.
Betrachtet man die Position des Motors im Rahmen, so fällt auf, wie eng er um den Massenschwerpunkt herum gebaut wurde, im Bestreben, bei jedem Fahrzustand möglichst nahe an der als perfekt erachteten Radlastverteilung zu bleiben. Eine Auslegung, die sich bei der Honda CBR 600 RR bewährt hat und mit deren Hilfe Kawasaki die bekannten Nachteile früherer ZX-6R in Sachen Kurvengeschwindigkeit aufholen will.
Dafür war ein komplett neuer Rahmen nötig, dessen Form mit den nach unten abknickenden hinteren Profilen stark an die Chassis der alten ZXR 750 erinnert. Auch die Schwinge hat nichts mehr mit dem früher verwendeten Teil gemeinsam. Anders als Honda setzt Kawasaki bei der Aerodynamik auf eng anliegende, möglichst glatte Verkleidungsflächen. Ledig-
lich zwei seitliche Aussparungen leiten die Abluft der Kühler nach außen.
n Vierzylinder-Reihenmotor n 599 cm3
n Leistung und Preis k. A.

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