Kawasaki ZX-6R

Nach einem Intermezzo als 636er ist die neue ZX-6R endlich wieder eine echte 600er mit 599 cm3 Hubraum, was Vergleichstests in Zukunft wieder auf eine faire Basis stellt. Wobei die Ausrichtung klar definiert wird:
Es geht den Grünen nicht um Alltagstauglichkeit oder Abgaswerte, Kawasaki will schlicht und einfach die schnellste 600er auf der Rennstrecke liefern. Technisch gesehen ist die 6er erstmals nach zehn Jahren stetiger Modellpflege eine komplette Neuentwicklung, Motor und Chassis wurden von Grund auf renoviert und haben weder mit den bisherigen R- noch Doppel-R-Versionen zu tun.

Wie bei Honda wurde der Motor deutlich kürzer, nämlich vier Zentimeter. Laut Kawasaki soll er nicht nur einen besseren Drehmomentverlauf als die Konkurrenzmodelle liefern, sondern außerdem höher drehen als das R6-Triebwerk, das ja bekanntlich mit echten 16200/min die vollmundig verkündete Werksangabe von 17500/min klar verfehlte. Nach der Yamaha-Pleite – in den USA wurde R6-Besitzern deswegen die Wandlung angeboten – darf man dieser Aussage von Kawasaki wohl Glauben schenken.

Neben der Gewichtsreduktion stand die Minimierung der inneren Reibung und das direkte Ansprechverhalten des ZX-6R-Antriebs im Vordergrund. Geheimnisvolle Technik-Features sind nicht zu erkennen, eher Feinschliff im Detail wie verkürzte Ansaugwege für hohe Maximaldrehzahlen und relativ enge Einlasskanäle, um einen kraftvollen Drehmomentverlauf zu gewährleisten. Das Verdichtungsverhältnis von fast 14 zu eins ist auf jeden Fall schon einmal rekordverdächtig.

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