Kawasaki ZX-7R (VT) (Archivversion)

Nach wie vor gilt in diesem unserem Lande die Spielregel der freiwilligen Leistungsbegrenzung auf 100 PS. Und nach wie vor hat sich MOTORRAD an diese Regel zu halten, solange es um einen Vergleichstest mit offiziellen Importeurs-Maschinen geht, die eben nur gedrosselt ausgeliefert werden. Ob´s uns paßt oder nicht. Wie die Motoren gedrosselt sind, ist freilich kein Geheimnis: Kawasaki würgt die volle Leistung der ZX-7R mit schweren (Metall statt Kunststoff) und längeren Schiebern sowie flacheren Vergaserdeckeln ab. Somit reduziert sich der Schieberweg von 38 auf gerade mal 15,3 Millimeter. Suzukis GSX-R wird über Ausgleichsbohrungen in den Gasschiebern gedrosselt. Erreichen diese Bohrungen eine bestimme Position, reißt der Unterdruck ab, und die Schieber öffnen nicht weiter. Bei Yamaha bedient man sich eines besonderen Kniffs: Erstens kommen in den Vergaserdeckeln Schieberwegbegrenzer zum Einsatz, zweitens wird die Elektronik manipuliert, um die Zündkurve den neuen Verhältnissen anzupassen. In der Praxis sieht dieser elektronische Eingriff so aus, daß an der offenen Version ein Massekabel zur Blackbox läuft, an der gedrosselten nicht. Halt! Finger weg von der Werkzeugkiste. Wer offen fahren will, braucht eine neue ABE, und die gibt´s nur von Händlern.

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