Klasse 1: 125-Zweitakt/250-Viertakt (Archivversion)

Dürfte Mike Tyson beidhändig gegen einen einhändigen Klitschko antreten, wäre das sicher unfair. Ähnliches wird den Viertaktern in der kleinsten Klasse jedoch zugestanden, nämlich schlicht der doppelte Hubraum. Die Leistungskurven sprechen eine klare Sprache. Verglichen mit den 125ern türmt die 250er-Yamaha ein massives Power-Gebirge auf, das die zackigen Silhouetten der Zweitakt-Kurven überragt. In der Praxis hält der Viertakter die Zweitakter zwar klar im Zaum, chancenlos sind diese aber keineswegs. Eines wird bei der Analyse deutlich: Schnelle Fahrer können das Potential des Viertakters offensichtlich besser umsetzen, langsameren Fahrern kommt die Spritzigkeit und Leichtigkeit des Zweitakters eher entgegen. Fünf Fahrer erzielen mit der 250er ihre persönlichen Bestzeiten, alle eher von der schnellen Truppe. Nur Richard, der ebenfalls recht tapfer angreifende Franzose, ist mit der Zweitakt-Yamaha einen Hauch schneller. Der Mexikaner fühlt sich als reiner Amateur auf der Honda am wohlsten, während der Belgier als Hobbycrosser mit der zahmen Gas Gas am besten klar kommt. Sechs der sieben Bestzeiten kann MOTORRAD-Pilot Andy Kanstinger in Anspruch nehmen, nur mit der RM 125 ist Mattias Nilsson einen Hauch schneller.

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