Klasse 2: Die Mittelklasse

In punkto Charakteristik liegen die japanischen Motoren der aktuellen 250er-Zweitakter nah beeinander. Sie sind weniger auf Spitzenleistung getrimmt, als vielmehr auf ein breites Leistungsband und gute Traktion, während die europäischen Maschinen anders gestrickt sind. So geht die Gas Gas zwar schön gleichmäßig, fast wie eine Trialmaschine, ist aber einfach viel zu lasch. Das Gegenteil sind die aggressiven 250er von KTM und TM. Beide packen erst im mittleren Bereich zu, dann jedoch so heftig, dass es dem Fahrer die Arme lang zieht. Die Topzeiten erzielen die moderneren Konstruktionen von Honda, Suzuki und Yamaha, da kommen die Europäer nicht ran. Dass die Kawasaki abgeschlagen auf Rang sechs landet, muss der schlechten Fahrwerksabstimmung der Testmaschine zugeschrieben werden. Die Probleme mit der Hinterradfederung bekamen die Mechaniker des spanischen Importeurs nicht in den Griff. Die beiden Viertakter sind in diesem Feld Exoten. Die 400er-KTM schlägt sich dank ihrer leichten Beherrschbarkeit erstaunlich gut, scheint aber am Rande ihrer Möglichkeiten angelangt zu sein. Die Viertakt-TM wirkt explosiver, doch auch inhomogener. Sie leidet unter ihrem mäßigen Handling und dem wenig ausgereiften Fahrwerk.

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