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... große Wirkung: Motorschaden bei der Suzuki GSX 1300 R.

Sie hat inzwischen viele Fans gefunden in der Redaktion, die Suzuki GSX 1300 R Hayabusa. Größte Sorge der Testabteilung: Immer genug Pneus für sie parat zu halten, denn ihr Appetit auf Hinterreifen ist beispiellos, bei ihrem wirklich phänomenalen Leistungsvermögen aber auch kein Wunder. Schwierigkeiten bei Kilometerstand 17000 mit einer verzögerten Gasannahme waren schnell beseitigt, nachdem die leicht geknickte Benzinleitung neu verlegt und der Benzinfilter in einer Vertragswerkstatt gereinigt wurde. Ein weit gravierenderes Problem mit verheerenden Folgen stellt sich bei Kilometerstand 24295 ein. Ausgerechnet bei einem Wochenendausflug des technischen Leiters von MOTORRAD leistete sich die ansonsten so souveräne Suzuki einen groben Schnitzer. »Motor entwickelt extrem rasselnde Geräusche«, notierte Kollege Schwarz, mutmaßte: »Motorschaden?« Und setzte seine fahrt lieber mit der S-Bahn fort.Er sollte Recht behalten, wie sich beim eiligst anberaumten Werkstatt-Termin mit Suzuki-Technikern zeigte. Die Feder des Steuerkettenspanners war gebrochen, was unweigerlich zu einem Überspringen der Kette geführt hat. Ihrer korrekten Steuerzeiten beraubt, kam es zu einer folgenschweren Kollision der Ventile mit den Kolben. Das Resultat: Sechs von acht Einlassventilen sind krumm. Zylinderkopf überarbeiten oder tauschen? Um die Standzeit der Hayabusa so kurz wie möglich zu halten, entschließt sich die redaktion, den kompletten Zylinderkopf sowie die Steuerketten und den -spanner erneuern zu lassen. Bei den Nockenwellen bleibt alles beim Alten, um ihren Verschleiß über die gesamten 50000 Kilometer dokumentieren zu können. Ein bedauerlicher Einzelfall? Falls nein: MOTORRAD freut sich über Lesererfahrungen.

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