Kommentar Punktewertung (Archivversion)

Motor
einfach Spitze, dieser Vierzylinder. Die Leistungsentfaltung ist fulminant, die Kupplung setzt neue Maßstäbe und auch die Übersetzung ist gelungen. Die Kritikpunkte: Im heißen Zustand sprang die Blade manchmal nicht gleich an, der Motor dürfte ruhig sanfter laufen, Gasannahme und Lastwechsel geschmeidiger sein. Hier sollte Honda nachbessern.

Fahrwerk
Hart an der Grenze zum Komfort ist das Fahrwerk abgestimmt. Zwar sind Feedback von Federbein und Gabel erstklassig, und auch vom Ansprechverhalten her gibt es nichts zu kritisieren. Die straffe Auslegung ist jedoch nur unter sportlichen Gesichtspunkten optimal. Auf Landstraßen zweiter Ordnung vermisst man schnell etwas Komfort. Sowohl Geradeauslauf als auch Schräglagenfreiheit sind tadellos.

Alltag
Hier scheiden sich die Geister: Die extrem versammelte, kompakte Sitzposition muss man mögen. Das ist vor allem bei großen Fahrern reine Geschmackssache. Insgesamt ist die Blade kompromisslos in Richtung Sport entwickelt worden. Über Dinge wie Gepäckmitnahme oder den Wunsch, einen Sozius am Fahrspaß teilhaben zu lassen, hat man bei der Neuen offensichtlich kaum nachgedacht.

Sicherheit
So brutal wie die Blade beschleunigt, so sicher lässt sie sich auch wieder einfangen – bis auf die maue Hinterradbremse gibt es in puncto Entschleunigung nichts zu kritisieren. Allerdings neigt die Maschine vor allem im Soziusbetrieb arg zum Stoppie. Der Lenkungsdämpfer arbeitet vorzüglich und setzt Maßstäbe.

Kosten
Für derartige Power ist der Verbrauch von etwas über fünf Litern auf 100 Kilometer akzeptabel. Die Inspektionsintervalle von 6000 Kilometern sind jedoch recht kurz, die Unterhaltskosten hoch.

Gesamtwertung
Für derartige Power ist der Verbrauch von etwas über fünf Litern auf 100 Kilometer akzeptabel. Die Inspektionsintervalle von 6000 Kilometern sind jedoch recht kurz, die Unterhaltskosten hoch.

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