Kommentare Punktewertung (Archivversion)

Motor
Die Ducati gibt sich hier kaum eine Blöße, brilliert mit souveränem Druck von unten, leicht zu schaltendem Getriebe und feinen Manieren. Dennoch: Gegen die schiere Macht von 121 PS der KTM steht sie mit 88 PS Spitzen­leistung auf verlorenem Posten. Zumal der KTM-Motor seine Power ebenfalls sehr homogen abgibt.
Sieger Motor: KTM 990 SM

Fahrwerk
Mehr DISHarmonie als die Paarung Bridgestone BT 014 mit Hypermotard-Fahrwerk geht kaum. Das kippelige Lenkverhalten nervt in der Praxis gewaltig. Immerhin trifft die Federungsabstimmung den Schnittpunkt zwischen sportlicher Härte und vernünftigem Komfort fast perfekt. Zur KTM genügt in Sachen Fahrwerk nur ein einziges Wort: Extraklasse.
Sieger Fahrwerk: KTM 990 SM

Alltag
Supermoto-Bikes sind keine Motorräder für den Alltag? Falsch. Die KTM überzeugt mit guter Ergonomie, wertiger Verarbeitung, genügend Reichweite. Der Weg zur Arbeit oder in den Urlaub – mit der 990er kein Problem. Selbst auf der Hypermotard sorgt die aufrechte Sitzposition für Sympathie, auch wenn Reichweite oder Gepäcktransport Wünsche offen lassen.
Sieger Alltag: KTM 990 SM

Sicherheit
ABS im Supermoto-Metier – Fehlanzeige. Schade. Dafür lässt sich die KTM-Bremse nahezu perfekt doisieren. Eher ein Problem der Bereifung als der Bremsanlage: das deutliche Aufstellmoment der Duc beim Bremsen in Schräglage.
Sieger Sicherheit: KTM 990 SM

Kosten
Sieg für die Ducati! Endlich. Die günstigen Inspektionskosten und der moderate Spritkonsum machen‘s möglich.
Sieger Kosten: Ducati Hypermotard

Sieger Preis-Leistung: KTM 990 SM
Eine Zwei bedeutet gut, und das ist die 990er auch. Selbst in Relation zu ihrem letztlich doch gehobenen Preis. Übrigens: Die einzylindrige Schwester der KTM, die 690 SM, liegt mit einer Preis-Leistungs-Note von 2,2 zwei Zehntel schlechter.

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