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Motor

Lebenshilfe: Die Automatik ist ein echter Gewinn. Besonders im hektischen Stadtverkehr. Weich laufen die Schaltvorgänge ab, schnell und unauffällig. Lastwechselreaktionen kennt die Mana nicht. Allerdings fallen die Fahrleistungen und Höchstgeschwindigkeit für ein Motorrad dieser Leistungsklasse eher unterdurchschnittlich aus. Auch die Laufruhe kann nicht ganz überzeugen, der V-Motor vibriert über den gesamten Drehzahlbereich.

Fahrwerk

Komfortorientiert gibt sich die Abstimmung der Federelemente. Gut für die Stadt und gemütliches Landstraßentempo. Sportive Menschen bringen die Federelemente dagegen an ihre Grenzen. Die Dunlop-Pneus und der breite Hinterradreifen wirken sich ungünstig auf das Fahrverhalten aus. Hohes Aufstellmoment beim Bremsen und geringe Spurtreue auf schlechten Straßen beeinträchtigen den Fahrspaß. Zudem ist die Schräglagenfreiheit begrenzt.

Alltag

Gut aufgehoben fühlt sich der Fahrer. Da passt alles – selbst für ausgedehnte Touren ist die Aprilia bequem genug. Der Beifahrer wünscht sich indes tiefer angebrachte Fußrasten. Zuladen kann die Mana reichlich, auch die Reichweite ist aus­reichend. Dass sie beim Windschutz keine Zähler erntet, liegt in der Natur eines Naked Bikes. Dagegen könnte das breit gefächerte Licht heller sein und die Straße besser ausleuchten.

Sicherheit

Auf gute Bremsen muss man bei der Mana nicht verzichten: genau und sicher zu dosieren und kräftig in der Wirkung. Ein ABS stünde ihr gut zu Gesicht. Die Wahl der Reifen und die Dimension hinten sind nicht optimal, das hohes Aufstellmoment und in manchen Situationen mangelnde Zielgenauigkeit wirken störend.

Kosten

Ein moderater Verbrauch von 4,8 Litern im Automatik-Touring-Modus und günstige Inspektionskosten dank langer Service-Intervalle sind echte Pluspunkte.

Preis-Leistung

Gerade noch gut steht in ihrem Zeugnis. Schade, an der komfortablen Automatik liegt das sicher nicht.

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