Kommentare Punktewerung (Archivversion)

Motor
Nicht mal den Ansatz einer Diskussion gibt es beim Thema Motor. Der stärkste Durchzug, die schnellste Beschleunigung, das perfekteste Ansprechen – der Triumph-Dreizylinder vereint alle Bestwerte auf sich. Allerdings auch den größten Hubraum. Insofern bleibt der Vierzylinder-Riege nur der Kampf um den Ehrenplatz. Und der geht an das GSR 600-Aggregat. Laufruhe sowie Dosierbarkeit der Kupplung und Schaltung liegen über dem Niveau des Fazer-Motors. Auch zieht die Suzuki trotz des Kurzhub-Konzepts besser durch als der Yamaha-Treibsatz. Der schwache Antritt der Fazer rührt aber hauptsächlich von deren zu lang übersetztem Getriebe her.

Sieger Motor: Triumph

Fahrwerk
Die Schlüsseldisziplin Nummer zwei, die Fahrwerkswertung, geht ebenfalls an die Triumph. Handling, Lenkpräzision und Kurvenstabilität sind vom Feinsten. Woran es fehlt, sind lediglich die Einstellmöglichkeiten der Federelemente. Die Suzuki ist in dieser Beziehung nicht nur besser ausgestattet, sondern in der Grundabstimmung auch homogener. Der Fazer ist die GSR in den reinen Fahreigenschaften (Handling, Lenk- und Kurvenverhalten) immer eine Nasenlänge voraus. Yamaha legt das Augenmerk auf andere Kriterien: Ein ruhiges Fahrverhalten (Gerade-auslaufstabilität) und kommode Federung (Fahrwerksabstimmung vorn und hinten, Federungskomfort) sind die Stärken der FZ6.

Sieger Fahrwerk: Triumph

Alltag
Die Stunde der Fazer. Ob kommode Fahrposition, Soziustauglichkeit, Windschutz, Licht, Reichweite oder Verarbeitung – das Thema Benutzerfreundlichkeit wird von der Yamaha restlos ausgefüllt. Da hält selbst die Zweitplatzierte dieser Wertung, die GSR, Respektabstand. Die umfangreicheren Federungs-Einstellmöglichkeiten, eine erstaunliche Zuladung und ein – wenn auch kleines – Herz für den Sozius lassen die Suzi aber immer noch vor der Triumph einlaufen. Der gebricht’s vor allem an dürftigem Bordwerkzeug und Soziustauglichkeit. Doch wer hätte mehr als Platz drei im Alltag für die Street Triple erwartet?

Sieger Alltag: Yamaha

Sicherheit
Die Bremsen aus der FZ1 bedeuten für die Fazer S2 eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Basismodell. Sie legen sowohl in Wirkung als auch Dosierung die Messlatte. Auch wenn das ABS recht konservativ regelt und von der Suzuki-Anlage klar in den Schatten gestellt wird. In der Brems-­wirkung agieren die GSR-Stopper indes ein wenig stumpf. Im Gegensatz zu den exzellenten Bremsen der Triumph. Übrigens: Die Punkte für ein ABS hätten die Street Triple auch beim Thema Sicherheit zum Sieger avancieren lassen.

Sieger Sicherheit: Yamaha

Kosten
Knappe Sache. Aus dem einheitlichen Niveau in dieser Kategorie sticht nur die Suzuki heraus. Positiv wegen des geringsten Landstraßen-verbrauchs, negativ wegen der Inspektionsintervalle von 6000 Kilometern. Triumph und Yamaha müssen nur alle 10000 Kilometer in die Werkstatt.

Sieger Kosten: Yamaha

Sieger Preis-Leistung: Triumph Street Triple
1,2 – 1,3 – 1,4. Was für Noten! Das macht klar: Die gehobene Mittelklasse bietet verdammt viel Motorrad fürs Geld. Erst recht beeindruckt, dass die Siegerin des Vergleichstests auch noch diese Wertung gewinnt.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel